Bei seinem Comeback beim 2:2 gegen den BVB, gelang Milot Rashica (links) gleich ein Treffer. Foto: Nordphoto Milot Rashica (links) soll seinen Vertrag bei Werder vorzeitig verlängern was seinen Transfer-Wert für die Bremer deutlich erhöhen würde – bis jetzt will er aber noch nicht. Foto: Nordphoto
Rashica Vertrag

Milot „Rakete“ Rashica mit Fuß auf der Bremse

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Top-Spieler Milot Rashica gehört bei Werder noch nicht zu den Top-Verdienern – was ein Problem ist.

Altin Lala hatte seinen Platz im Dortmunder Westfalenstadion gerade erst eingenommen, da sprang er auch schon wieder auf – denn bereits in der siebten Minute hatte der Mann getroffen, wegen dem er gekommen war: Milot Rashica von Werder Bremen.

„Es war ein toller Abend, ich hatte meinen Spaß“, sagt Altin Lala, seines Zeichens Berater des Werder-Stürmers – und in dieser Funktion erster Ansprechpartner für Frank Baumann. Werders Sportchef möchte Milot Rashicas bis 2022 laufenden Vertrag gerne verlängern, arbeitet seit Monaten daran. Mit einer schnellen Einigung ist aber nicht zu rechnen.

Planungssicherheit durch lange Laufzeit

Der Bremer Plan: Milot Rashica soll durch ein neues Arbeitspapier (deutlich) mehr verdienen, als es aktuell der Fall ist, sich auf der anderen Seite aber mindestens für ein weiteres Jahr an den Verein binden. Baumann war in der Vergangenheit bei vergleichbaren Personalien wie zum Beispiel bei Torhüter Jiri Pavlenka oder bei Linksverteidiger Ludwig Augustinsson ähnlich verfahren.

Tenor: Wer beständig gute Leistungen bringt, soll auch entsprechend entlohnt werden. Und dem Club durch eine möglichst langfristige Vertragslaufzeit Planungssicherheit garantieren.

Wahrscheinlich Stammspieler abgeben

Baumann hat bereits erklärt, dass er im kommenden Sommer mit dem Verkauf einiger Leistungsträger rechnet, damit die Bremer die dann fälligen Ablösesummen für Ömer Toprak und Leonardo Bittencourt bezahlen können. „Wir sind im Sommer ein Risiko eingegangen. Da haben wir nicht viel eingenommen und dennoch einiges ausgegeben.

Natürlich wird es dann wahrscheinlicher, dass wir im kommenden Sommer ein, zwei Stammspieler abgeben“, sagte er jüngst der „Bild“-Zeitung. Zwar müsse Milot Rashica nicht zwingend einer davon sein. Trotzdem gilt: Je länger der Vertrag des 23-Jährigen dann noch läuft, desto größer die Chance auf eine mögliche Rekord-Ablöse.

Milot Rashica ist für Geschwindigkeit und Abschlussstärke bekannt

Auch die Rashica-Seite kann sich eine Vertragsverlängerung (mit Gehaltsanpassung) bei Werder grundsätzlich vorstellen, denn auch Lala ist nicht entgangen, „dass Milot bei Werder sicherlich nicht zu den Top-Verdienern zählt“. Zu den Top-Spielern zählt der Kosovare seit der Rückrunde der vergangenen Saison aber sehr wohl.

Unter Trainer Florian Kohfeldt ist er gesetzt, in der Bundesliga längst für seine Geschwindigkeit und Abschlussstärke bekannt. „Diese Entwicklung habe ich ihm zugetraut. Bremen ist für ihn gerade das perfekte Umfeld“, schwärmt Lala, lässt seinen Fuß beim Thema „Neuer Vertrag“ aber trotzdem auf der Bremse stehen.

Berater setzt nicht aufs schnelle Geld

„Milot hat hier doch noch drei Jahre Vertrag. Er soll jetzt erstmal Fußballspielen und seine Leistungen bestätigen“, sagt Lala, der bei den Gesprächen mit Baumann auf eine möglichst geringe Ausstiegsklausel im neuen Arbeitspapier pochen dürfte. Die würde es Rashica erlauben, zu einem festgeschriebenen Zeitpunkt zu einem Top-Club zu wechseln. Und genau dort möchte Lala seinen Schützling eines Tages sehen.

„Es kommt die Zeit, dass er den nächsten großen Schritt machen muss“, weiß Lala, der deshalb nicht aufs schnelle Geld setzt. „Wir sind da entspannt. Wenn Milot seinen Weg so weiter geht wie bisher, dann wird er eines Tages dafür entsprechend entlohnt.“

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1 Antwort

  1. Gunnar-Eric Randt sagt:

    Beim Marsroboter steht Bremen auf dem Schlauch

    Die Welt lacht über Bremen, als Luft- und Raumfahrtstandort, wie über seine Bundesligateilnahme.

    So richtig in Gang ist der Marsroboter HP3, auch bekannt als Marsmaulwurf aus Bremen, nicht gekommen. Genau wie viele Spieler von Werder.

    Seit einem halben Jahr steckt das Kernstück der Mission, die das DLR zusammen mit der NASA abwickelt- der Bremer Maulwurf, der nicht funktioniert – mit seinem Bohrer in wenigen Zentimetern Tiefe fest. Keine Programmier-Tüftelei aus dem Bremer Entwicklungs- und Steuerlabor an der Bremer Uni hat bislang geholfen, ihn frei zu bekommen.

    Nun haben die Forscher des DLR in Berlin die Sache in die Hand genommen. Wie gestern Abend in der Bundesliga. Ein neuer Plan soll umgesetzt werden und ist bereits programmiert und als Befehl an die Forschungseinheit auf dem Mars auf den Weg gebracht. Eine Woche dauert es nun, bis der ankommt. Ob das Vorhaben klappt, mit einem Roboterarm, den Marsmaulwurf in eine Position zu bringen und dort festzuhalten, die ihm erlaubt weiter, als etwas über 30 Zentimeter in die Marsoberfläche einzudringen, steht in den Sternen. Im Moment steckt der für Bohrungen und thermische Messungen vorgesehene Bremer in dieser geringen Tiefe fest, und damit Bremen und die DLR mit im Dilemma, denn er sollte bis zu 5 Meter tief bohren und messen. Zu ambitioniert, das Vorhaben. Zumindest für Wissenschaftler aus Bremen. Der Standort, der hoffentlich bei der steuermittelfinanzierten LuR-Forschung der Bundesregierung, zukünftig weniger berücksichtigt wird.

    Derzeit befürchtet der Direktor des DLR in Berlin, der seine Enttäuschung über die Forschungs- und Wissenschaftsleitungen von Ingenieuren in Bremen kaum zu verbergen vermochte, dass der Marsmaulwurf vom Festhalten mit der Schaufel des Roboterarms, eine Delle davontragen könne und womöglich doch nicht genug Halt bekommt, um weiter bohren zu können.

    Bremens Produkte, Kategorie-C-Prominente und Uni-Absolventen machen eben weltweit lachen.

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