Für das Projekt „Mitschnitt“ konnten mittlerweile etliche Kooperationspartner gewonnen werden. Sie haben gemeinsam mit den Projektleitern ein umfangreiches Herbstprogramm auf die Beine gestellt.Foto: Konczak Für das Projekt „Mitschnitt“ konnten mittlerweile etliche Kooperationspartner gewonnen werden. Sie haben gemeinsam mit den Projektleitern ein umfangreiches Herbstprogramm auf die Beine gestellt. Foto: Konczak
Klangvoll

Im Herbst wird wieder auf „Play“ gedrückt

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Das Projekt „Mitschnitt“, in dem Geräusche aus der Stadt für das Museum „gesammelt“ werden, geht weiter.

Nachdem bereits etliche Tonspuren aufgenommen und archiviert wurden, stehen in der zweiten Phase „Play“ jetzt im Herbst weitere Veranstaltungen und Workshops an.

Egal welchen Alters, jeder kann daran teilnehmen oder auch zusätzliche Ideen liefern, welche Geräusche noch aufgenommen werden können, die für Delmenhorst charakteristisch sind. „Wir sind immer offen für Hinweise“, sagt Projektleiterin Anne Angenendt. Erst kürzlich habe man den Stadtschäfer besucht und inmitten einer blökenden Herde gestanden.

Mitschnitt-Treffen am „Feminist Friday“

Am Herbstprogramm von „Mitschnitt“ beteiligen sich mittlerweile so manche Kooperationspartner. Die Aktionsgruppe „Feminist Friday“ zum Beispiel hatte die Idee für den Workshop „Was wir hören ist politisch“ am 9. Oktober. Im Fokus stehen dabei Musiktexte, die politische Statements enthalten – sowohl empowernde Zeilen, die die Selbstbestimmung im Leben von Menschen oder Gemeinschaften erhöhen sollen als auch diskriminierende Texte. Treffpunkt für Interessierte ist um 15.30 Uhr vor dem Jute-Center.

Auch im traditionellen Erzählcafé im Nachbarschaftsbüro an der Elbinger Straße 8 soll es dieses Mal um Töne gehen. Geplaudert wird dort am 16. Oktober, 15 bis 18 Uhr, über Klänge, die viele aus ihrer Kindheit kennen.

Im Museum übernachten

Vielleicht ein bisschen gruselig geht es für Kinder von acht bis elf Jahren in der Nacht vom 19. auf den 20. Oktober im Museum zu. Gemeinsam mit dem Museums-team und dem Sounddesigner Thomas Werner können „Nachts im Museum“ Kostüme gebastelt und sich Geschichten ausgedacht werden. Für Eltern entsteht eine klangvolle Taschenlampenführung durch das dunkle Museum. Auch übernachtet wird dort. Für Abendessen und Frühstück sorgt das Deutsche Rote Kreuz.

Ein DJ-Workshop mit Miss Da.Point findet am 6. November im Museum statt. Eingeladen zu der so genannten FLIT*-Veranstaltung sind alle Menschen ab 16 Jahren, die sich als Frauen definieren. Lernen kann „frau“, wie sie mit Hilfe eines Laptops, einer Soundkarte und eines Mischpults auflegt. Erproben können die DJanes dies am 8. November zur „Nacht der Jugend“ bei der „Silent Rights Party“. Dabei soll es allerdings nicht laut zugehen, sondern per Funk-Kopfhörer ganz still. Auch dabei soll es politisch werden.

„Mit den Ohren malen“

Weitere Veranstaltungen: „Yoga zum Sound der Stadt“ (22. November, 12 Uhr, Markthalle) und „Gitarrenmusik im Dialog mit den Fieldrecordings (24. November, 17 Uhr, Turbinenhalle). Im Dezember darf dann noch einmal mit den Ohren „gemalt“ werden. „Das Gehörte aus einer Delmenhorster Soundspur soll dann in ein Bild umgesetzt werden“, erklärt Marc Rathke vom Blinden- und Sehbehindertenverband Niedersachsen (BVN). Dazu eingeladen sind sowohl Sehende als auch Blinde und Sehbehinderte. „Interessant dabei sind die unterschiedlichen Ansätze“, weiß Rathke.

Weitere Informationen zum Projekt und den Veranstaltungen sind im Internet unter mitschnitt-delmenhorst.de zu finden. Es wird empfohlen, sich für die Veranstaltungen anzumelden. Abgesehen von dem Gitarrenkonzert in der Turbinenhalle (Eintritt 4 Euro) sind alle Veranstaltungen kostenfrei.

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