Zu viel Bürokratie hat eine hemmende Wirkung auf Gründer. Symbolbild: Pixabay
Start-ups

Bremer Gründer sind unzufrieden mit dem Senat

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Eine Umfrage unter Gründern zeigt, die Bürokratie in Bremen hemmt die Entwicklung.

Bremer Unternehmensgründer wollen in erster Linie „etwas bewegen“, für Gründer in ganz Deutschland ist das wichtigste Ziel: „Kundengewinnung“. Das zeigt die jüngste Umfrage der Commerzbank, die sie vor der am Montag beginnenden Bremer Gründerwoche vorgelegt hat.

In Bremen machten 28 Prozent der Gründer eine Lehre, bundesweit sind es nur 19 Prozent. Die meisten besuchten eine Fachhochschule oder Universität.

Bürokratie behindert die Weiterentwicklung

Die größte Hürde bei der Gründung ist die Bürokratie. Bundesweit sehen das 45 Prozent der Jungunternehmer so, in Bremen urteilen 40 Prozent so. Deutlich schlechter als der Bund schneidet Bremen bei der Frage ab, was am stärksten die Weiterentwicklung des Unternehmens behindert. 36 Prozent der Bremer verweisen auf die Bürokratie, bundesweit tun das nur 14 Prozent.

Zu einem ähnlichen Ergebnis kommt die Umfrage, die der Bundesverband Deutsche Start-ups und die Beratungsgesellschaft PWC in dieser Woche präsentiert haben. Nur in Brandenburg beurteilen die Gründer die eigene Landesregierung noch schlechter als in Bremen. Hier bekommt sie die Note 3,9, in Brandenburg 4,0. Die Start-up-Hochburg Berlin schafft 3,6, Niedersachsen ebenfalls, Hamburg kommt auf 3,5 und Nordrhein-Westfalen auf 3,1.

Mehr junge Gründer in Bremen

Laut PWC-Umfrage sitzen in Bremen 3,9 Prozent aller deutschen Start-ups, 2018 waren es noch 4,4 Prozent. Die meisten Start-ups weist Nordrhein-Westfalen auf, das bevölkerungsreichste Land. 20,6 Prozent der Start-ups haben dort ihre Heimat, gegenüber 2018 ein Plus von 1,6 Prozentpunkten. Berlin folgt mit einem Anteil von 16,1 Prozent.

Gemessen an der Zahl der Einwohner steht Bremen allerdings besser da, wie die Experten des Bremer Starthauses errechnet haben. Pro 100.000 Einwohner beherbergt Bremen elf Prozent aller deutschen Start-ups, Berlin 8,6 und Hamburg 7,8 Prozent.

Das Starthaus, Bremens zentrale Beratungsstelle für Gründer, will Gründerinnen stärker fördern und das Angebot für sie weiterentwickeln. Bundesweit sind 22 Prozent der Gründer weiblich, wie die Commerzbank-Umfrage ergab. In Bremen kommen die Frauen auf 24 Prozent. Hier steht Bremen besser da.

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