Ein echtes Dream-Team: Die Clowns Eddy Neumann und Anatoli Akermann (grünes Sakko). Foto: Roncalli Ein echtes Dream-Team: Die Clowns Eddy Neumann und Anatoli Akermann (grünes Sakko). Foto: Roncalli
Kulturkritik

Von wahrer Magie

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Roncalli begeistert mit Mix aus traditionellen und modernen Nummern.

Herrrrreinspaziert, der Circus ist wieder in der Stadt! Seit Mittwoch lädt das blaue Roncalli-Zelt auf die Bürgerweide ein, zu Spaß, Spaß und nochmal Spaß. Schon am Premierenabend scheint es, als würden einem die tausenden Lämpchen im Nieselregen freundlich zublinzeln, der Duft von Popcorn und Sägespänen steigt in die Nase, Clowns kaspern herum, die Kapelle spielt und alles ist irgendwie ein bisschen besonders.

Dabei besteht die wahre Magie des Circus vermutlich einfach nur darin, dass wir uns mit allen Sinnen an unbeschwerte und zauberhafte Stunden unserer Kindheit erinnern – und das schafft Roncalli wahrhaft meisterhaft.

Traditionelle und moderne Nummern

Die aktuelle Show, die den passenden Titel „Storyteller: Gestern – Heute – Morgen“ trägt, spielt mit diesen Gefühlen, bietet einen rundum stimmigen Mix aus clownesken und artistischen Einlagen, traditionellen und modernen Nummern.

Natürlich ist vieles vorhersehbar: Die Kombinationen von schlauen und frechen Clowns, die sich oft auch unter den Zuschauern ihre potenziellen „Opfer“ suchen. Die artistischen Einlagen am Trapez. Die fliegenden Brüder und auch die hübschen Damen in glitzernden Kostümen. Vorhersehbar, aber noch lange nicht langweilig.

Auf Tiere verzichtet Roncalli komplett

Erweitert wird das Repertoire um eine kurze Hologramm-Sequenz, in der es tatsächlich auch Pferde zu sehen gibt – aber nur aus Sternenstaub, wie Zirkusdirektor Bernhard Paul augenzwinkernd verrät.

Auf lebende Tiere verzichtet Roncalli inzwischen komplett – man vermisst sie übrigens auch gar nicht. Ein weiteres Zugeständnis an die Moderne ist ein Beatboxer, der irgendwo zwischen Clown und Comedian angesiedelt ist und damit gnadenlos gut unterhält.

Technische Fortentwicklung

Und: Ein zweckentfremdeter und mit einer Poledance-Stange ausgerüsteter Industrieroboter, der – so scheint es – eine Symbiose mit dem auf ihm tanzenden Artisten eingeht. Das ist die logische Fortentwicklung der Zirkusakrobatik und die modernste Zirkusnummer.

Und sie setzt als letzte quasi nicht nur den Schlusspunkt unter eine gelungene Show, sondern ein Ausrufezeichen.

Mehr Infos: roncalli.de


Zum Thema:

Vorhang auf, Manege frei!

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