Waldorfkindergarten Hude, Janneke Hünger und Anna Blankemeyer Vorstandsmitglieder Janneke Hünger und Anna Blankemeyer (v.l.). Im Hintergrund das Gebäude des Waldorfkindergartens Sonnenweg. Foto: Konczak
Hude

Am Minimum geplant

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Der Waldorfkindergarten Sonnenweg hofft auf einen positiven Bescheid zum Anbau für die Krippe.

Vor knapp zwei Jahren sollte der Anbau an den Waldorfkindergarten Sonnenweg noch zirka 350.000 Euro kosten, heute wird eher von rund 650.000 Euro ausgegangen. Eine Kostenexplosion war dies jedoch nicht. Dennoch wurde auf dem vergangenen Ausschuss abgestimmt, man wolle eine Entscheidung zur Finanzierung des Projekts seitens der Gemeinde vermeiden, der DELME REPORT berichtete. Der Ausschuss tagt mit dem Tagesordnungspunkt Waldorfkindergarten bereits am Montag, 11. November.

Aktualisierung: Der Ausschuss für Jugend, Gesellschaft und Soziales stimmte dem Antrag des Waldorfkindergartens für einen Anbau am Monta, 11. November, einstimmig zu.

Es ist ein schöner Herbsttag, kühl aber angenehm und hell. Die Kinder des Waldorfkindergartens sind auf Wandertag, wie jeden Freitag. Montags ist Waldtag.

Die Kita Sonnenweg grenzt direkt an das Grundstück der katholischen Grundschule, die derzeit leersteht. Der Vorstand der als Verein geführten Kita nutzte die Gunst der Stunde, um das eigene Grundstück zu erweitern. Knapp 300 Quadratmeter sind so hinzugekommen. Im Zuge der Vergrößerung trug die Gemeinde dem Verein außerdem auf, einen Zaun errichten zu lassen auf Kosten der Gemeinde, nach einigen Diskussionen sei der Vorstand jedoch darauf gekommen, dass das Grundstück der Grundschule dem Landkreis gehört, dieser also in der Verantwortung sei, für einen Zaun aufzukommen. Kostenersparnis für die Gemeinde: 3.500 Euro. Dies erzählt Anna Blankemeyer. Die Diplomkauffrau ist Vorstandsmitglied im Trägerverein der Kita und wird gemeinsam mit ihrer Vorstandskollegin Janneke Hünger am Montagabend bei der Ausschusssitzung im Rathaus anwesend sein, in dem es um die Entwicklung des Waldorfkindergartens gehen wird.

Krippe würde zum Waldorfkindergarten hinzukommen

Diesem stünde mit dem Anbau eine inhaltliche Neuorientierung bevor, so Hünger. Die Sozialpädagogin erklärt, dass man den Anbau plane, um in Zukunft auch eine Krippe im Haus anbieten zu können. Hierfür sind diverse Anpassungen im Haus notwendig, die sich auch auf die Kosten auswirken. So muss es etwa eine abgeschlossene Küche geben. „Die Eltern möchten verständlicherweise ihr Kind von der Krippe bis zum Kindergarten am liebsten in derselben Einrichtung untergebracht und betreut wissen“, erzählt Hünger.

Blankemeyer unterstreicht indessen, dass man die Bedenken des Ausschusses ernst genommen habe. Direkt im Anschluss an die vergangene Sitzung habe man sich intensiv mit dem Architekten Hermann Dunkler-Gronwald beraten. Fünf Quadratmeter Einsparung und eine damit verbundene Kostenersparnis von 5.000 Euro habe man ermitteln können. „Wir haben am Minimum geplant“, unterstreicht Blankemeyer und sagt weiter: „Wir bieten Plätze zu soliden Kosten und zu vernünftigen Konditionen an. Wir sehen uns als verantwortungsvolle Treuhänder.“

Letzten Endes dürfte Bürgermeister Holger Lebedinzew bei dem vergangenen Auschuss am 28. November den Nagel auf den Kopf getroffen haben. Seine Einschätzung war, dass die aktuellen Kosten für einen Anbau nicht zu hoch sind, der ursprüngliche Voranschlag war lediglich viel zu niedrig.

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