Nachdem die Farbschicht abgetragen worden ist, kann nun in der kommenden Woche mit dem eigentlichen Abbruch des Bunkers begonnen werden. Foto: Schlie
Neues Hulsberg

Zum Bunkerabbruch rückt schweres Gerät an

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Der Abriss des Bunkers an der Friedrich-Karl-Straße geht in die nächste Phase. Schweres Gerät ist unterwegs.

Die Tage des Luftschutzbunkers an der Friedrich-Karl-Straße sind gezählt. Nachdem in den vergangenen Wochen die mit Schadstoffen belastete Farbe von dem eingehausten Gebäude abgeschliffen worden ist, laufen nun die Vorbereitungen für den eigentlichen Abriss. In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag will die Abbruchfirma per Tieflader den riesigen Abbruchbagger zur Baustelle liefern.

Bagger kommt in der Nacht

„Der Bagger kommt zwischen 0 und 6 Uhr“, weiß Florian Kommer, Geschäftsführer der Grundstücksentwicklung Klinikum Bremen-Mitte, die für die Vermarktung der ehemaligen Krankenhausflächen im Neuen Hulsberg zuständig ist. Aufgrund der Abmessungen des Geräts sei der Transport nur in der Nacht möglich.

Zur Montage des 80 Tonnen schweren Baggers, der über einen 28 Meter langen Ausleger mit einer kräftigen Zange verfügen wird, ist ein Autokran erforderlich. Der Aufbau soll laut Plan am Donnerstag und Freitag erfolgen. Anfang der kommenden Woche wäre das Gerät dann einsatzbereit, um den Betonkoloss Stück für Stück anzuknabbern.

Sprengungen erforderlich

Da die Decke des Bauwerks mit 1,40 Meter sogar für die Abbruchzange zu dick ist, sollen zunächst Lockerungssprengungen durchgeführt werden. Dieses Prozedere hatte die Abbruchfirma bereits im Dezember in einer Beiratssitzung vorgestellt. Demnach sind zwei Sprengungen pro Tag üblich, eine gegen 11 Uhr und eine zweite gegen 15 Uhr. „Das Warnsignal ist lauter als die Sprengung“, hatte Projektleiter Frank Sauermilch von der beauftragten Firma Moß aus Lingen seinerzeit prophezeit.  Die Erschütterungen der benachbarten Wohnhäuser werden durch Messgeräte überwacht.

Beim Abriss müssen 3.300 Kubikmeter Beton abgebrochen und anschließend abgefahren werden. 8.000 Tonnen Schutt fallen dabei an. 320 Sattelschlepperfahrten werden benötigt, um die Reste abzufahren und zur Verwertungsanlage zu bringen. Vorgesehen sind fünf Fahrten pro Tag.

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