Fast 270 Bewohnerinnen und Bewohner haben mit Studierenden über die positiven und negativen Aspekte der Grohner Düne gesprochen. Foto: Harm
Grohner Düne

Umfrage: Lage gut, Sicherheit schlecht

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Studierende der Hochschule Bremen haben Bewohner der Grohner Düne gefragt, was gut und was weniger gut läuft.

Studierende der Hochschule Bremen haben im Dezember eine Befragung mit den Bewohnerinnen und Bewohnern der Grohner Düne durchgeführt: Knapp 270 Mieter konnten sie damit erreichen und haben diese zu positiven und negativen Aspekten der Wohnanlage sowie zu Wünschen befragt. Die Studierenden waren nicht nur in der Wohnanlage selbst unterwegs, sondern haben auch Jüngere im Kinder- und Familienzentrum Grohn, im Jugend-Café Haven Höövt und bei der Hausaufgabenhilfe im Dünenwind befragt. Während der Sitzung des WiN-Forums haben zwei

Studierende des Studiengangs die Ergebnisse vorgestellt. Eine aktivierende Befragung durchzuführen, ist Teil eines Seminars im Studiengang Soziale Arbeit.
Günstige Mieten, große Wohnungen, eine gute Anbindung durch Bushaltestellen und den Bahnhof, die Hilfsbereitschaft unter den Bewohnern sowie die Einkaufsmöglichkeiten in der Nähe hoben die Befragten als positiv hervor.

Auch die verschiedenen Angebote im Bewohnertreff Dünenwind werden gelobt. Dazu zählen Deutschkurse, Kinderbetreuung, Hausaufgabenhilfe und Unterstützung bei alltäglichen Problemen.

Überwachungskameras funktionieren nicht

Die Studierenden wollten bei ihrer aktivierenden Befragung auch wissen: Was ist schlecht in der Grohner Düne? Dazu zählten die Bewohnerinnen und Bewohner den Müll auf, der über die gesamte Anlage verteilt sei, den Lärm auf Fluren und im Innenhof, die Qualität der Wohnungen aber auch, dass es gegenüber den Bewohnern viele Vorurteile gebe.

Der mit Scherben und Hundekot verdreckte Spielplatz und fehlende Sicherheitsmaßnahmen waren weitere Punkte. So würden zum Beispiel die Überwachungskameras nicht funktionieren. Zudem seien die Angebote und Mitarbeiter des Quartiersmanagements kaum bekannt.

Basis für GCP und andere Stellen

Die Befragten nannten zudem Themen, die sowohl negativ aber auch positiv auffielen. Dazu zählt zum Beispiel die Kriminalität, die nach Meinung vieler Bewohner weniger geworden ist. Dafür sei der Drogenkonsum mehr geworden. Beim Thema Gewalt äußerten sie, dass die Angst davor größer sei als die tatsächlich erlebte Gewalt. Viele sagten, dass die Mieten zu hoch seien, aber dass sich mit Grand City Property (GCP) als Eigentümer auch die Situation insgesamt verbessert habe. Andere wiederum monierten, dass Reparaturen zu lange dauern.

Auch bei der Frage nach den Wünschen für die Grohner Düne haben die Studierenden viele Punkte mitgenommen. Mehr Angebote für Kinder, Menschen mit Behinderung und Senioren, verbesserte Sicherheitsmaßnahmen und eine bessere Vernetzung innerhalb und außerhalb der Anlage wurden häufig genannt. Die Bewohner wünschen sich auch eine Verbesserung bei der Parkplatz- und der Müllsituation.

Quartiersmanager Christian Ganske hat die Befragung der Studierenden von Anfang an verfolgt. Für ihn ist klar: „Daraus lassen sich konkrete Aufgaben für GCP, für das Quartiersmanagement und andere Stellen ableiten. Wir sehen die Befragung als Chance.“ Man habe jetzt eine Basis. Ganske möchte die verschiedenen Aspekte mit GCP und anderen Trägern besprechen.

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