Auf einem Spielplatz in der Neustadt ist im Mai das erste Messer an einem Spielgerät gefunden worden. Die Polizei verstärkt die Präsenz auf Spielplätzen. Foto: Holz
Täterprofil

Erste Hinweise bei Soko Spielplatz eingegangen

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Die Soko vermutet denselben Täter hinter der Pulverbriefe-Serie und den versteckten Messern auf Spielplätzen.

Bei der Sonderkommission Spielplatz sind in diesen Tagen die ersten Hinweise eingegangen. „Darunter auch Gute“, heißt es von der Pressestelle der Polizei Bremen. Die Soko ermittelt nicht nur in den Fällen, bei denen Messer an Geräten auf Spielplätzen angebracht worden sind, sondern auch in der Pulverbriefe-Serie.

Seit Anfang Januar sind in Bremen 21 Briefe mit einem weißem Pulver verschickt worden, meist an Parteibüros. Den bisherigen Erkenntnissen nach handelt es sich „sehr wahrscheinlich“ um denselben Täter. Die Ermittler gehen davon aus, dass er mit seinen Taten die Öffentlichkeit in Schrecken versetzen und Aufmerksamkeit erzeugen möchte.

Polizei richtet Homepage ein

Die Polizei bittet um Mithilfe. Der mutmaßliche Täter ist ein Mann mittleren Alters, der wahrscheinlich in Deutschland geboren oder aufgewachsen ist und sich im Bremer Süden auskennt. Er ist vermutlich berufstätig und verfügt über eine gewisse Grundfitness.

Die Polizei bittet darum, Hinweise zum Täter an den Kriminaldauerdienst unter 0421/362 38 88 zu geben. Explizit fragt sie nach Informationen zur Pulverbrief-Serie und ob in diesem Zusammenhang eine Person bekannt sei, die über Pfingsten in Göttingen war.

Die Polizei hat zudem eine Internetseite eingerichtet, auf der Informationen zu Taten und Erkenntnisse zum Täter zu finden sind. Diese ist über polizei.bremen.de abrufbar. Die Beamten kontrollieren Spielplätze derzeit verstärkt. Die Sozialbehörde ließ Warnplakate drucken, die an Spielplätzen in Bremen aufgestellt werden.

Ähnliche Fälle in Niedersachsen

Auch in Weyhe wurden Messer auf zwei Spielplätzen gefunden. Zudem erhielten in der vergangenen Woche erstmals Parteibüros in Niedersachsen Pulverbriefe. Sie wiesen laut Polizei teilweise Übereinstimmungen mit der Bremer Pulverbrief-Serie auf.

Oft waren den Pulverbriefen auch Schreiben mit antisemitischen, rechtsextremen oder ausländerfeindlichen Hetzparolen beigefügt. „Die anschließenden Großeinsätze sind für die Polizei und Feuerwehr immer immens hoch, da anfangs nie klar ist, ob es sich tatsächlich um eine gefährliche Substanz und damit Gefahr handelt“, heißt es von der Polizei.

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