Kann er frischen Wind in Werders Sturmflaute bringen? Niclas Füllkrug hat im Mannschaftstraining bereits aufgedreht. Foto: Nordphoto Wenn er auf den Platz geht, will er unbedingt gewinnen: Werders Sturmtank Niclas Füllkrug. Foto: Nordphoto
Füllkrug Joker

Etwas ganz Besonderes

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Niclas Füllkrug steht vor dem Comeback – vielleicht schon am Sonntagmittag als Joker gegen Wolfsburg.

Niclas Füllkrug ist nach seinem Kreuzbandriss wieder da – und wie! Nach seinem ersten Mannschaftstraining mit dem SV Werder seit über acht Monaten gibt der Stürmer Einblicke in seine Gefühlswelt. Dabei deutet er gleich mal an, warum er für die Grün-Weißen im Abstiegskampf noch eine ganz große Hilfe werden kann. Möglicherweise ja sogar schon im heutigen Heimspiel (13.30 Uhr) gegen den VfL Wolfsburg.

Füllkrugs Augen leuchten

„Ich weiß, dass ich, sobald ich auf dem Platz stehe, auf jeden Fall alles dafür geben werde, ein Tor zu schießen. Und wenn der Ball hoch reinkommt, werde ich auf jeden Fall zum Kopfball gehen – und dann mal sehen, ob er drin ist oder nicht“, sagt Füllkrug im Interview mit werder.tv und seine Augen leuchten.
Wer seinen Worten lauscht, der merkt, wie heiß der 27-Jährige auf sein Comeback ist.

„Ich merke das ja jetzt schon, sobald ich auf den Platz gehe, vergesse ich leider die Verletzung, was vielleicht manchmal nicht ganz so clever ist. Vielleicht sollte ich da noch ein bisschen vorsichtiger sein. Aber das ist bei mir so drin, dass ich unbedingt gewinnen will – und dann grätsche ich und mache ich und tue ich.“

Geradlinig und unbequem

Mit allem, was er hat, will Füllkrug dazu beitragen, dem Werder im Kampf um den Klassenerhalt entscheidend zu helfen. „Ich glaube, dass ich nicht nur spielerisch eine Komponente in dieser Mannschaft sein kann, sondern auch außerhalb des Platzes“, erklärt der Angreifer. Er spielt damit auf seine geradlinige Art an, die ihn zu einem unbequemen Führungsspieler macht, den Trainer Florian Kohfeldt wohl nur zu gerne wieder in seiner Mannschaft wüsste. Eben jemanden, der auf und abseits des Feldes dahin geht, wo es weh tut.

Dinge fühlen und laut sagen

Füllkrug: „Das ist ja nichts, was ich irgendwie spiele oder wo ich sage: ‚Okay, jetzt gehe ich auf den Platz und heute schreie ich einfach mal viel rum und bin laut‘ – sondern das sind ja wirklich Dinge, die ich in dem Moment fühle, wo ich das Gefühl habe, das möchte ich jetzt laut sagen. Denn ich glaube, dass es ganz gut ist, ein paar solcher Spieler in der Mannschaft zu haben, die unangenehme Dinge ansprechen und Leute persönlich ansprechen.“ Er wisse zwar nicht, ob das dem Team helfen werde, aber: „Zu Saisonbeginn hat es ja auch ganz gut harmoniert mit der Mannschaft.“

Joker als Überraschungsgast

Angedacht ist seine Kader-Rückkehr spätestens in einer Woche gegen den SC Paderborn. Dann wären es noch vier Endspiele, in denen Füllkrug als Joker zur Verfügung stünde. Und wer weiß, vielleicht besteht ja sogar schon die Mini-Chance, dass der Torjäger bereits am Sonntag (13.30 Uhr) als Überraschungsgast in den Kader gegen Wolfsburg rutscht. Ganz unwichtig wäre das nicht: Schließlich stehen die Bremer fünf Spieltage vor Schluss mit dem Rücken zur Wand, müssen unbedingt punkten, um zumindest noch Fortuna Düsseldorf vom Relegationsplatz zu verdrängen.

“Vieles spricht dafür, dass wir es schaffen können”

„Wir wissen alle, um was es geht. Es ist eine wichtige Situation, es ist auch ein gewisser Druck da für uns. Wir wollen gewinnen, wir müssen gewinnen. Ich glaube, dass vieles dafür spricht, dass wir es schaffen können“, sagt Niclas Füllkrug. Das größte Argument für den Ligaverbleib seien „natürlich die letzten Spiele von uns, die einfach nochmal Mut gemacht haben, die uns das Gefühl gegeben haben: ‚Wir können es, wir schaffen es.‘ Und wenn wir alles reinpacken, dann gewinnen wir die Spiele – auch gegen Mannschaften, die über uns stehen“, erklärt Füllkrug.

Über die Grenze hinausgegangen

Einen ersten Schritt in Richtung Comeback unternahm der 27-Jährige am Donnerstag, als er erstmals wieder weite Teile des Mannschaftstrainings absolvierte. Dass die Rückkehr des bulligen Mittelstürmers in dieser Saison überhaupt noch einmal möglich ist, galt aufgrund einiger Rückschläge im Reha-Verlauf eigentlich längst als ausgeschlossen. Doch die Corona-Zwangspause verhalf Füllkrug dazu, sich im Verborgenen wieder Schritt für Schritt an heranzutasten.
Nun neigt sich Füllkrugs Leidensweg nach über acht Monaten harter Schufterei endlich dem Ende entgegen. „In der Reha musste ich über die Grenze hinausgehen und bin stolz, dass ich bereits jetzt wieder auf so einem Stand bin“, sagt Füllkrug und ist sich sicher: „Das Comeback wird etwas ganz Besonderes!“

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