Eine Aufnahme aus dem Film. Behandelt werden Kämpfe zur Unabhängigkeit an verschiedenen Schauplätzen von Europa bis Afrika. Foto: Felix Meyer-Christian
Oldenburg

Online-Premiere für Doku

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Am Film „Fight (for) Independence“ war auch das Staatstheater Oldenburg beteiligt.

Als dritter Teil des zweijährigen Recherche- und Performance-Projekts „Fight (for) Independence“ der Costa Compagnie aus Berlin kommt am 18. Juni der gleichnamige abendfüllende Dokumentarfilm zur Online-Premiere und wird vom 18. bis zum 21. Juni ab 20 Uhr live auf fightforindependence.cc gestreamt. Beteiligt war an dem Projekt unter anderem das Staatstheater Oldenburg.

Die afrodeutsche Schauspielerin Helen Wendt vom Staatstheater führt die Zuschauer durch Unabhängigkeitsbewegungen in Mosambik, Südsudan, Großbritannien, Katalonien und Deutschland, während sie selbst von ihrer individuelle Unabhängigkeit und Identität innerhalb der rassistischen Strukturen in ihrem eigenen Leben erzählt.

Für das Projekt hat sich die Costa Compagnie mit dem Staatstheater Nürnberg und dem Oldenburgischen Staatstheater zusammengetan und ist in zwei europäische und zwei afrikanische Länder aufgebrochen. Die Recherche begann im vom Bürgerkrieg gezeichneten Südsudan, wurde zum ursprünglich geplanten Termin des Brexit im März 2019 inmitten der politischen Unruhen im Vereinigten Königreich fortgesetzt und ging von dort aus weiter in das Bundesland Bayern, wo ebenfalls eine Partei die Loslösung vom Nationalstaat Deutschland anstrebt.

Auf der Internetseite bieten eine Video-Arbeit über die choreographische Installation „Independence in Space“ sowie ein Virtual-Reality-Archiv und ein Intro-Video der an der Recherche beteiligten Schauspieler weiteren Kontext zum Hauptfilm. Die Streams werden von Gesprächen mit den Künstlern und Interviewpartnern sowie einem Vermittlungsprogramm der beteiligten Institutionen gerahmt.

„Die Stärke und Entschlossenheit unserer Interviewpartner hat uns tief berührt. Ihre höchst unterschiedlichen, oft jahrzehntelangen Bestrebungen und Kämpfe erlauben eine außergewöhnliche Perspektive auf die Bedeutung von Freiheit auf dem europäischen und dem afrikanischen Kontinent sowie auf das Kernproblem des Rassismus“, sagt Felix Meyer-Christian, Regisseur des Projekts.

In der Spielzeit 2019/20 wurde die Recherche mit Kataloniens Versuchen der Trennung vom spanischen Staat fortgesetzt, die als Grundlage für die choreografische Installation „Independence in Space“ diente. Diese wurde zusammen mit der katalanischen Tänzerin Montserrat Gardó Castillo entwickelt. Anschließend führte die Reise gemeinsam mit Helen Wendt und ihrer Familie väterlicherseits zum historischen Unabhängigkeitskampf Mosambiks und mündete schließlich in einer Demonstration gegen Rassismus und Polizeigewalt in Berlin. Der Film vereint diese zweijährige Recherche in einer Erzählung, die viele Stimmen vereint.

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