Deutschlandweit werden nach und nach die Maßnahmen gelockert, doch durch Coronaausbruch in Wildeshausen können auch einige Delmenhorster ihre Wohnung nicht mehr verlassen. Symbolfoto: Konczak
Corona-Quarantäne

Quarantäne für Schüler

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Die Folgen des Corona-Ausbruchs in Wildeshausen sind auch in Delmenhorst spürbar.

Geestland-Mitarbeiter und Mitbewohner in Quarantäne

Der Coronaausbruch im Schlachtbetrieb Geestland in Wildeshausen im Landkreis Oldenburg hat nun auch Auswirkungen auf die rund 25 Kilometer entfernte kreisfreie Stadt Delmenhorst: Da einige Mitarbeiter des Betriebes hier wohnen, hat die Stadt nun verfügt, dass sich sämtliche dieser Geestland-Mitarbeiter sowie alle Menschen, die mit ihnen in derselben Unterkunft oder in sonstigen Wohnstätten zusammenleben, bis zum 10. Juli in häusliche Quarantäne begeben müssen.

Schüler positiv getestet

Fünf Schüler aus betroffenen Familien wurden inzwischen positiv auf das Virus gestet. An der Grundschule an der Beethovenstraße, der Parkschule, der Oberschule Süd und der Wilhelm-von-der-Heyde-Oberschule mussten Lerngruppen geschlossen werden.

Alle Schüler aus diesen Gruppen sowie die unterrichtenden Lehrkräfte wurden ebenfalls in Quarantäne geschickt. Da die Schulleitungen umfassende Hygienekonzepte vorgelegt haben, sind keine weiteren Konsequenzen erforderlich.

Delmenhorst nähert sich kritischen Wert

Insgesamt betreffen die Maßnahmen derzeit mehr als 220 Personen. Durch die neuen Coronafälle nähert sich die Stadt immer weiter dem kritischen Wert von 50 Infizierten pro 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen an. Dieser könnte dann einen erneuten Lockdown zur Folge haben.

Stichproben gegen Infektionsherde

Um weitere Infektionsherde auszuschließen werden in der Delmenhorster Fleischwarenfabrik Könecke etwa 200 der mehr als 1.000 Mitarbeiter stichprobenartig auf das Virus getestet.

Die Fabrik gehört zum nach einem Massenausbruch im Kreis Gütersloh massiv in der Kritik stehenden Tönnies-Konzern.

Bislang sind bei Könecke keine Infektionsfälle bekannt.

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