Die ersten Häuser im Neubaugebiet An Woldes Wiese sind bereits bezogen, Telefon und Internet gibt es jedoch noch nicht.Foto: Schlie Die ersten Häuser im Neubaugebiet An Woldes Wiese sind bereits bezogen, Telefon und Internet gibt es jedoch noch nicht.Foto: Schlie
Glasfaserausbau

Kein Anschluss verfügbar?

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Warum die Anwohner An Woldes Wiese seit Monaten auf Internet und Telefon warten.

Kein Internet, kein Telefon – seit Monaten warten die Bewohner des Neubaugebiets An Woldes Wiese in St. Magnus auf die Freischaltung ihrer Anschlüsse.

„Im November 2019 hat uns der Bauträger mitgeteilt, dass die Telekom das Gebiet nicht versorgen würde. Man habe einen neuen Provider gesucht und sei glücklich, dass die SWB übernehmen würde“, berichtet Chris Gilbert.

Zehn Einfamilienhäuser in zwei Zeilen sind schon bewohnt, weitere zehn sollen demnächst bezugsfertig sein. Hinzu kommen Mehrfamilienhäuser, sodass insgesamt 48 Wohneinheiten in dem Gebiet nahe Knoops Park entstehen.

Zum 1. Juli sollte alles gehen

Bis März hörte Gilbert zunächst nichts mehr zu dem Thema und bereitete seinen Umzug vor. Als das Corona-Virus die Hansestadt erreichte, wurde ihm mitgeteilt, dass sich alles etwas verzögern werde. Frühestens zum 1. Juli sollten die Anschlüsse freigeschaltet sein.

„Die Infrastruktur steht, Verteilerkästen und Hausanschlüsse sind fertig“, berichtet Gilbert, der sein Haus dieser Tage bezieht.

Mitte Juni kam schließlich eine Mail einer SWB-Sachbearbeiterin, darin die Antragsformulare sowie ein Portierungsantrag, um die alte Rufnummer weiterhin nutzen zu können. Gilbert beantragte seinen neuen Anschluss zum 31. Juli, den alten Telekomanschluss hatte er bereits gekündigt.

Plötzlich ganz ohne

„Am 31. Juli stellte ich dann frühmorgens um sieben Uhr fest, dass bereits alles abgeschaltet war“, sagt Gilbert. Einen Tag später jedoch hatte sich noch nichts getan, und auch einen weiteren Tag danach nicht: kein Internet, kein Telefon. Dabei sollte spätestens am 1. August sein Anschluss funktionieren.

Schließlich fragt Gilbert bei SWB nach, wann er mit der Freischaltung rechnen kann. Doch das Unternehmen kann keinen Termin nennen.

Keine Auskunft an Kunden

Ein weiterer Monat verstreicht, ohne dass etwas passiert. „Ende August bin ich dann ins Kundencenter gefahren. Die Mitarbeiter dort konnten mir auch nichts sagen. Ich bekam aber den Tipp, mir eine Prepaid-Karte für mein Handy zu besorgen, damit ich wenigstens meine Mails erhalte“, sagt Gilbert.

Inzwischen ist er nicht nur sauer, sondern auch beunruhigt. Denn seine Festnetznummer wird nur 90 Tage nach Vertragsende mit dem alten Anbieter zurückgehalten. Mehr als 30 sind inzwischen verstrichen.

Nachforschungen beim Anbieter

Die SWB sowie deren Mutterkonzern EWE ist dem Problem nun auf Nachfrage nachgegangen und kann Hoffnung machen: „Aufgrund einer Umstellung unseres Glasfaserportfolios kam es zum Lieferengpass eines Bauteils, das zur Fertigstellung der Glasfaseranschlüsse benötigt wird. Dieses Bauteil wird voraussichtlich Ende kommender Woche wieder lieferbar sein, so dass die Anschlüsse dann in der Folge fertig gestellt werden können“, sagt SWB-Sprecherin Angela Dittmer.

Man bedauere die Verzögerung, der Kundendienst stehe mit Gilbert in Kontakt und werde die Fertigstellung begleiten.

Der ist erleichtert: „Ich freue mich, dass es jetzt klappen soll. Ich frage mich aber auch, warum mir das niemand sagen konnte.“

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