Dr. Michael Müller vom Fuhrenkamp-Schutzverein, Manfred Bestenbostel von der GKG sowie Anke Gerling und Hans Fingerhut vom Nabu (von links). Foto: Konczak
Ganderkesee

Straße oder Bäume?

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Wurzelwerk bedroht Straßensicherheit. Umweltschützer fordern Erhalt der Pflanzen.

Wenn an einer Straße ein Baum fällt, hören ihn viele fallen. Wenn dies in Ganderkesee passiert, kann man außerdem davon ausgehen, dass der örtliche Naturschutzbund (Nabu), der Fuhrenkamp-Schutzverein und die Gemeinschaft Klimaschutz Ganderkesee (GKG) besonders aufmerksam lauschen. So ist es auch derzeit der Fall, auch wenn die Fällung von rund 25 Bäumen aktuell noch im betreffenden Ausschuss besprochen werden muss.

Klaus Schöpe ist öffentlich bestellter Sachverständiger für Baumpflege. Sein Baumbüro hat für die Gemeinde ein Gutachten zur Stand- und Bruchsicherheit der Bäume an den Straßen Sperberweg, Anemonenweg und Platanenstraße durchgeführt. Das Ergebnis: Den untersuchten Pflanzen geht es gut, sie sind noch nicht allzu alt und werden in den kommenden Jahren noch wachsen. Lediglich die Pflanzbeete wurden durch die Bank weg zu klein angelegt. Durch das Wurzelwerk der Bäume werden zum Teil Bordsteine und Pflaster angehoben. In den kommenden Jahren werden diese Schäden laut Gutachten noch zunehmen.

Die Empfehlung des Baumbüros lautet daher: „Verbesserung der Standortbedingungen.“ Eine Alternative wird quasi im selben Atemzug auch angeboten. Man könnte die Bäume fällen und Ersatzpflanzungen vornehmen. In Hinblick auf den Erhalt der Straßensicherheit und sicherlich auch aus finanziellen Gründen wird von der Gemeinde die dargebotene Alternative präferiert. Hier würde das Nabu-Schutzverein-GKG-Trio eine andere Perspektive wertschätzen.

„Für einen Klimawandel wäre die Fällung der Bäume ein schlechtes Beispiel“, heißt es seitens des Umweltschützer-Gespanns. Man wolle sich dem Vorhaben der Fällung möglichst in den Weg stellen, um so auf den Baum- und Klimaschutz aufmerksam zu machen, wie Hans Fingerhut, Vorsitzender des Nabu Ganderkesee, ausführt. „Bei den betroffenen Straßen handelt es sich nicht um Durchgangsstraßen“, argumentieren die Baumschützer. Man könne sie daher relativ unproblematisch in verkehrsberuhigte Zonen oder Spielstraßen umwandeln. Man müsse „in der heutigen Zeit“ Verkehrsraum der Natur anpassen und nicht umgekehrt.

Die Beratung soll am 18. November im Ausschuss für Landwirtschaft, Umwelt- und Klimaschutz stattfinden.

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