Vom jüngsten Wurf behält Margitta Martens Golden Retriever die Hündin Gala (links). Die anderen Welpen hat sie schon verkauft. Das Interesse an ihnen ist groß. Fotos: Schlie
Golden Retriever

Schwierige Geburten

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Margitta Martens hat ein ausgefallenes Hobby: die Zucht von Golden Retrievern.

Neun kleine Golden Retriever tapsen durch den Wintergarten von Margitta Martens in Habenhausen. Es ist schon der siebte Wurf der Hobbyzüchterin. Die Hundemutter Daphne, mit vollem Namen Famous Golden Daphne of Glory, ist drei Jahre alt und wurde vom Zuchtrüden „Some like it of the Barking Shadow“ gedeckt. „Er ist ein FCI-Rüde, gilt also offiziell und international als Rassehund“, erklärt Martens. So können die künftigen Besitzer der Welpen nachforschen, woher die DNA ihrer kleinen Fellnasen kommt.

Neun Welpen beträgt der jüngste Wurf.

Die Geburt der Welpen verlief kompliziert. „Normalerweise werden sie zwischen dem 58. und 65. Tag der Schwangerschaft geboren“, sagt die Züchterin. „Am 58. Tag habe ich eine Pfütze Fruchtwasser gefunden und stellte mich auf die Geburt ein.“ Sie begann aber nicht. Also hat die Züchterin Daphne in die Tierklinik gebracht. Dort entdeckten die Tiermediziner, dass der erste Welpe im Geburtskanal festsaß und man nicht wusste, ob er noch lebt. „Dann wurde Daphne an den Tropf gehängt und nach 20 Minuten kam der kleine Gregorius gesund auf die Welt“, erzählt Martens. Kurz darauf kamen noch die Welpen zwei und drei, als Martens beschloss, wieder nach Hause zu fahren. Auf der Fahrt wurde dann Nummer vier geboren. „Allerdings hatten wir keine Schere für die Nabelschnur dabei und Daphne hat sie nicht durchgebissen. Also habe ich sie mit meinem Fingernagel durchtrennt.“

Ein Welpe für 1800 Euro

Zu Hause angekommen, wurden noch fünf weitere Welpen geboren, der letzte leider tot. Alle Welpen sind schon verkauft. „Ich hatte über 150 Anfragen“, sagt die Züchterin. Ein Hund kostet 1.800 Euro, ist geimpft, gechipt und begutachtet.

Die Kleinen sind neugierig.

Zum Züchten kam Martens, nach dem Tod ihres Mannes vor fast zehn Jahren. „Dann habe ich mir Lui geholt, weil ich schon immer einen großen Hund haben wollte.“ Da er häufig alleine war, hat Martens noch seine Mutter Jesa dazu geholt und gesehen, wie schlecht die Bedingungen bei diesem Züchter waren. „Mit zweieinhalb Jahren hat Jesa schon drei Würfe gehabt. Das ist Tierquälerei. Bei mir hat sie sich gut erholt, weswegen ich mit ihr die Zucht angefangen habe“, sagt Martens.

Züchten als Hobby

Ihre Hündinnen werden nicht gezwungen, sich zu paaren. „Wir gucken vorher, wenn die Hündin nicht läufig ist, ob sie den Rüden mag“, erklärt Martens. Für sie ist das Züchten ein Hobby. „Manchmal muss ich mehr Geld dazu geben, als ich verdiene.“ Momentan leben Lui, Oma Athena und Mama Daphne bei Martens. Aus diesem Wurf behält sie die kleine Gala.Mit ihren Golden Retrievern hat die Züchterin schon über 50 Preise für Schönheit und Gesundheit gewonnen. „Weil unsere Hunde innig geliebt werden, werden sie so schön“, findet Martens. Den nächsten Wurf plant sie für 2022. Zwei Interessierte warten bereits, die Tiere zu adoptieren.

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