Mit Bänken soll die Aufenthaltsqualität in den Quartieren verbessert werden – insbesondere für ­Senioren. Symbolfoto: Pixabay
Projekt

1.000 neue Sitzbänke für Quartiere in Bremen

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Die Sozialbehörde sucht nach Flächen für die Bänke und möchte Pflegepaten gewinnen.

Genau 1.000 neue Bänke sollen in Bremen aufgestellt werden – das hat sich die Koalition aus SPD, Grünen und Linken für die aktuelle Regierungszeit vorgenommen. Mit dem Vorhaben sollen insbesondere für Senioren Sitzplätze geschaffen und die Aufenthaltsqualität in den Quartieren gesteigert werden. Angesiedelt ist das Projekt im Hause von Sozialsenatorin Anja Stahmann.

Die ersten Bänke produziert derzeit die Werkstatt Bremen. Sie hat einen speziellen Banktyp für ältere Menschen entwickelt, der sich durch Seitenlehnen und eine entsprechende Sitzhöhe auszeichnet. Die Produktionskosten je Bank betragen rund 900 Euro.

Pflege-Patenschaft für 100 Euro pro Jahr

Ende Februar oder Anfang März sollen die ersten Bänke aufgestellt werden. Wo genau, das will die Sozialbehörde laut Sprecher Bernd Schneider noch mitteilen. Bisher sind zum Beispiel Standorte bei der Bremer Heimstiftung und auf Flächen von Sportvereinen im Gespräch. Die Sozialbehörde sucht nach weiteren Standorten und möchte auch die Beiräte einbeziehen. Die Stadtteilparlamente sind zudem aufgefordert, auf mögliche Standorte in ihrem jeweiligen Gebiet hinzuweisen.

Um sicherzustellen, dass die Sitze auch gepflegt werden, können Vereine, Stiftungen, gemeinnützige Gesellschaften und andere Akteure in den Stadtteilen Patenschaften übernehmen. Sie kosten etwa 100 Euro im Jahr. So wird laut Sozialsenatorin Anja Stahmann auch der Konflikt gelöst, dass bisher zu wenig Haushaltsmittel für die Instandhaltung von Bänken vorhanden waren.

Zudem sei damit die Verkehrssicherungspflicht geregelt. In der Vergangenheit habe es dabei immer wieder Probleme gegeben, sagte Stahmann kürzlich in der Bürgerschaft.

Weitere Gelder stehen noch aus

125.000 Euro haben die Koalitionsfraktionen bisher durch Haushaltsanträge für das Projekt „1.000 Bänke“ bereitgestellt. „Mit den 125.000 Euro kommen erst einmal etwa 125 seniorengerechte Bänke. Das ist der Einstieg. Alles Weitere muss in den nächsten Haushalten finanziert werden“, sagt Stahmanns Sprecher Bernd Schneider.

Wer sich vorstellen kann, eine Bank in Schuss zu halten und eine Pflege-Patenschaft zu übernehmen, kann sich per Mail an die Sozialbehörde wenden: anne.lustig@soziales.bremen.de. Dort können sich auch Interessenten melden, die eine Fläche für eine Bank anbieten möchten.

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