Das Marienviertel erstreckt sich über die westliche Innenstadtseite ab dem Bahnhof an der Wittekindstraße/Louisenstraße bis zur Langen Straße. Oberbürgermeisterin Petra Gerlach nimmt den Förderbescheid von Franz-Josef Sichelmann entgegen. Im Hintergrund (v.l.) Stefan Lehmann, Julika Holz, Maximilian Donaubauer und Bianca Urban. Foto: Konczak
Stadtprojekt

Das Marienviertel wird neu

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Dank Städtebauförderung kann das Projekt im nächsten Jahr starten

Passend zur Adventszeit und zum Öffnen des ersten Türchens nahm Oberbürgermeisterin Petra Gerlach den Förderbescheid aus dem Programm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ von Franz-Josef Sickelmann am Donnerstag entgegen.

Marienviertel wird mit 2,44 Millionen Euro gefördert

Der Landesbeauftragte für regionale Landesentwicklung bekräftigte: „Das Projekt Marienviertel ist ein großes Projekt und für die Kommune Delmenhorst ein großer Gewinn.“
Bereits in den Jahren 2006 bis 2012 konnte die Delmenhorster Innenstadt durch eine Förderung ihre äußere Erscheinung verbessern. Dazu zählte unter anderem die Rathausplatzpflasterung, die Delmeterrassen und die Sanierung einiger Gebäude. Aktuell stehen die Fördergebiete Wollepark, östliche Vorstadt und die westliche Vorstadt, das sogenannte Marienviertel. Letzteres erhält mit der offiziellen Bestätigung der benötigten Fördermittel den Startschuss. Die Projekte für den 9,2 Hektar großen Bereichs sind bereits grob geplant, jetzt geht es an die Einzelheiten.

„Das Marienviertel soll eine Bodenordnung bekommen, neue Beleuchtung, Aufenthaltsorte an der West-Delme und die Verkehrssituation Wittekindstraße und Louisenstraße zeigt Potential“, erklärt Julika Holz, die Teil des Fachdienst Stadtplanung ist. Derzeit sei eine Summe von rund zwölf Millionen Euro geplant, wovon 9,4 Millionen förderfähig seien. 2,44 Millionen Euro sind am Donnerstag mit dem Förderbescheid übergeben worden, 1,22 Millionen Euro bringt die Stadt als Eigenmittel ein.

Ziele für 2023

„In 2023 wird keine fürs Auge erkennbare Veränderung im Marienviertel stattfinden. Zuerst geht es um die Vorbereitung, die Untersuchung des Verkehrs und der Bausubstanz der Gebäude“, verrät Holz. Ein solches Projekt sei ohnehin für einen längeren Zeitraum von bis zu 15 Jahren angelegt.

Unlängst hatte die Planung der Umfunktionierung und Teil-Sanierung des alten Josef Hospitals zur Verwirrung geführt. Es wurden Sorgen geäußert, dass diese Maßnahmen das Projekt um die Erneuerung des Marienviertels anhalten könne. „Wir kommen nicht in eine Schockstarre, sondern planen die Maßnahmen zur Ertüchtigungen ein“, betont Stefan Lehmann, Fachdienstleiter der Stadtplanung. „Die Umfunktionierung des alten Krankenhauses zur Unterkunft für Geflüchtete verändert nichts an der Projektplanung für das Marienviertel im Allgemeinen“, ergänzt Gerlach. Außerdem habe die Sanierung des Gebäudes nichts mit der Städtebauförderung zu tun, sondern sei ein eigenständiger Teil mit einer davon unabhängigen Finanzierung.

Marienviertel und Flüchtlingsunterkunft JHD sind separat

„Die Teil-Sanierung des Krankenhaus ist etwas, das wir gesellschaftlich tun müssen. Die Geflüchteten brauchen ein neues Zuhause. Aber wir wollen trotzdem auch eine städtebauliche Perspektive schaffen, die uns dank der Förderung nun ermöglicht wird“, klärt Gerlach auf.

Während das JHD nun also an die Voraussetzungen für die Aufnahme von Flüchtlingen angepasst wird, werden andere Projekte für das Marienviertel angegangen. Ob ein Abriss später stattfinden wird, wird sich dann zeigen.

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