Gesellschaft

Mit einem Taxi zum Albertusweg

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Bewohnerschaft des Albertushofs wünscht sich mehr Unabhängigkeit

Die Delmenhorster Politik hat die Stadtverwaltung beauftragt, einen regelmäßigen Zubringerverkehr zwischen der Bushaltestelle Annenheide und dem Hildegardstift sowie dem Albertushof einzurichten. Hierbei soll zunächst mit einem on Demand-Angebot (Sammeltaxi nach konkreter Anforderung der Einrichtungen) gestartet werden, um mehr über den tatsächlichen Bedarf zu erfahren. Dafür wurden in den städtischen Haushalt 25.000 Euro bereitgestellt. Es wird mit Kosten in Höhe von durchschnittlich 11 Euro pro Fahrt gerechnet.
Um einen besseren Eindruck von den Wünschen der Betroffenen zu erhalten, führten Vertreter der Stadt Delmenhorst kürzlich Gespräche mit den Bewohnervertretungen des Albertushofes sowie den Leitungen der beiden Einrichtungen am Albertusweg durch.

Sieben Touren für mehr Unabhängigkeit

Aus dem Gespräch ergab sich der eindeutige Wunsch der Bewohnerinnen und Bewohner des Albertushofes nach täglich sieben Touren hin und zurück. Sie wünschen sich mehr Unabhängigkeit und wollen ihre Fahrten auch spontan unternehmen können. Wenn die Einrichtung den Fahrdienst übernehme, müssten die Fahrten im Voraus angemeldet werden. Eine tägliche Anbindung sei aus ihrer Sicht auch wichtig für Besucherinnen und Besucher.

Die Einrichtungsleitung des Albertushofes erklärte, dass ihr Arbeitsauftrag auch die Förderung der Selbständigkeit sei und daher eigenständige Unternehmungen zu begrüßen seien. Für Personen, die aufgrund ihres Gesundheitszustandes keine selbständigen Fahrten unternehmen können, werden weiterhin Fahrten organisiert. In der Vergangenheit haben aber Fahrten auf­grund des Personalmangels beziehungsweise Krankenstandes auch mal ausfallen müssen.

Für den Hildegardstift ist eine Anbin­dung ab 7 Uhr morgens wünschenswert, da diese Verbindung aufgrund der regelmäßigen Schichtzeiten vom Personal genutzt werden kann. Der Albertushof verfügt über unregelmäßige Schichtzeiten, so dass die Anbindung für das Personal keinen Nutzen darstellt.
Der Landkreis Oldenburg hat eine finanzielle Beteiligung des Fahrdienstes in Aussicht gestellt. Ent­sprechende Schritte bedürfen allerdings einer Konkretisierung des Angebots und einer gewissen Vorlaufzeit.

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