Die Kriminalstatistik für 2015 zeigt für die Bremen-Norder Stadtteile einen Anstieg einzelner Delikte. Symbolfoto: WR
Kriminalstatistik

Aufklärungsquote bei Straftaten in Nord gestiegen

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Trotz eines Anstiegs gegenüber dem Jahr 2014 zieht die Polizei im Fünfjahresvergleich eine positive Bilanz für die nördlichsten Bremer Stadtteile Burglesum, Vegesack und Blumenthal.

14 Staftaten mehr, das bedeutet einen Zuwachs von 8,2 Prozent. 7.015 Staftaten wurden so im Referenzzeitraum bis etwa Oktober 2015 in Burglesum, Vegesack und Blumenthal zur Anzeige gebracht. Während die Kriminalstatistik für Vegesack im Vergleich zum Vorjahr (2.959) einen Anstieg auf 2.989 zeigt, wurden in Burglesum mit 1.792 angezeigten Taten (2014: 2097) weniger gezählt. Doch auch für Blumenthal (2014: 1.945) gab es einen Zuwachs auf 2.234 Taten.

Gesteigert werden konnte laut Kevin Hamann, Leiter der Abteilung Jugend-, Einbruchs- und Alltagskriminalität bei der Polizei Bremen, aber auch die Aufklärungsquote. Diese lag im Jahr 2015 bei 50,4 Prozent, im Vorjahr bei 46,3 Prozent.

Mehr Raubüberfälle in Burglesum und Blumenthal

Einen Trend nach oben bei einzelnen Delikten zeigt die Statistik laut Hamann im Bereich Betrug. „Auch bei Raubüberfällen gibt es einen Anstieg. Dies traf vor allem Taxifahrer und Pizzaboten“, so der Kriminaloberrat im Rahmen der jüngsten Blumenthaler Beiratssitzung weiter.

So stiegt die Gesamtzahl in Burglesum (2014: 25) auf 38, in Blumenthal (2014: 17) auf 25 Taten an. Im Bereich Vegesack gingen die Raubdelikte auf 43 zurück (2014: 48). Noch im Jahr 2011 waren insgesamt 157 Raubtaten in Bremen-Nord angezeigt worden, 2014 waren es 90, im vergangenen Jahr dann 106.

Auch bei den Raubüberfällen auf Straßen, Wegen und Plätzen verzeichnet die Polizeiinspektion Bremen-Nord im Fünfjahresvergleich zunächst einen Rückgang (2011: 70; 2014: 20). 2015 waren es 21 Taten. Mit elf Raubüberfällen im vergangenen Jahr bildet Burglesum dabei die Spitze (Vegesack: sechs, Blumenthal: vier).

In Vegesack ist die Zahl der Taschendiebstähle am höchsten

Im Vergleich zum Vorjahr wurden 2015 insgesamt 66 gefährlichen Körperverletzungen und damit 13 Taten weniger auf öffentlichen Straßen und Plätzen zur Anzeige gebracht (2015: Burglesum 14; Vegesack 29; Blumenthal 23). Im Jahr 2012 waren es noch 120 Taten.

Auch bei den Wohnungseinbrüchen ging die Zahl im Referenzzeitraum 2015 auf insgesamt 297 registrierte Taten zurück (2014: 370). Einen Anstieg gab es jedoch im Bereich des Taschendiebstahls: Noch 2014 waren in Bremen-Nord 116 Fälle gemeldet worden, 2015 waren es schließlich 148 (Burglesum 27; Vegesack 95, Blumenthal 26). Den hohen Anteil dieser Delikte im Stadtteil Vegesack begründet Hamann mit dem Umstand, dass der Hauptbahnhof  sowie viele öffentliche Großveranstaltungen Täter anziehen.

Nicht alle Delikte konnten in die Kriminalstatistik einfließen

Die Zahlen der Statistik zeigen jedoch kein genaues Abbild. „Es handelt sich um eine Abgabestatistik. Nachdem wir die Daten übermittelt hatten, gab es rund um Weihnachten und Silvester eine hohe Zahl von Wohnungseinbrüchen vor allem in Blumenthal.“

Die Beiratsmitglieder interessierte aber auch, ob die Einsatzmittel für den Bereich Blumenthal ausreichend seien. „Wir können die Zielzahlen erreichen. Die Fall- und Einsatzzahlen sind in anderen Stadtteilen höher“, erklärte Hamann.

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