In Burglesum sind viele Spielplätze von Vandalismus betroffen. Foto: Füller Auf den öffentlichen Spielflächen in Bremen-Burglesum kommt es immer wieder zu Vandalismus und Vermüllung. Foto: Füller
Burglesum

Kampfhunde statt Kindern auf den Spielplätzen

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Müll und Vandalismus sind auf den Spielplätzen im Stadtteil Burglesum an der Tagesordnung. Wo Kinder sich bewegen, spielen und lernen sollen, fehlt das Geld für neue Geräte und wöchentliche Reinigungen.

17 öffentliche Spielplätze befinden sich im Ortsamtsbereich Burglesum. 14 werden derzeit aktiv betrieben, drei müssen zunächst noch hergerichtet werden. Die meisten öffentlichen Plätze werden von den Umweltbetrieben Bremen gepflegt, weitere vom Beschäftigungsträger Bras e.V..

Auf nahezu allen Flächen kommt es laut Irmtraut Pooch-Heinrich vom Sozialzentrum Bremen-Nord zu Vandalismus und Vermüllung.  Auf einem Platz würden gar so genannte Kampfhunde von ihren Besitzern an den Spielgeräten „trainiert“ werden, so Pooch-Heinrich weiter. Trotz regelmäßiger Kontrollen und Pflege können man diesem Problem nicht begegnen.

Pro Spielplatz stehen 1.000 Euro zur Verfügung

„Seit 2013 machen wir auf den Plätzen nur noch heile, Neuanschaffungen waren nicht möglich“, sagt sie.  Durch den Wegfall vom Impulsmitteln und der Mittel aus der Stiftung Wohnliche Stadt fehlten die Gelder für Neugestaltungen und Sanierungen. Pro Spielplatz habe sie 1.000 Euro zur Verfügung.

Besonders schlimm stelle sich die Situation auf den Spielplätzen an der Landskronastraße, am Fockengrund sowie Auf dem Halm dar. „Diese Plätze sind wegen ihrer Lage in bevölkerungsstarken Quartieren  einer hohen Belastung ausgesetzt“, erklärte Pooch-Heinrich dem Beirat jüngst. Die Fraktion der Linken hatte einen Fragenkatalog zur Situation der öffentlichen Spielflächen im Stadtteil zusammen gestellt.

Künftig zusätzliche 100.000 Euro für Spielplätze

Einen Lichtblick bei der Finanzierung von Reparaturen und Neuanschaffungen gibt es jedoch: Der Senat stellt künftig für die Bremer Spielplätze jährlich zusätzliche 700.000 Euro zur Verfügung. Für Bremen-Nord bedeutet dies rund 100.000 Euro pro Jahr mehr.

„Bis dieses Geld im Sommer hoffentlich zur Verfügung steht, winke ich alle Reparaturen durch“, so Pooch-Heinrich.
Der Beirat Burglesum appelliert zudem an den Senator für Umwelt, Bau und Verkehr, auch die Mittel für die Unterhaltungskosten und die Pflege der Plätze künftig aufzustocken.

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