Bald nicht mehr umsonst: die Parkplätze am Klinikim Bremen-Ost. Foto: Barth Bald nicht mehr umsonst: die Parkplätze am Klinikum Bremen-Ost. Foto: Barth
Parkplätze

Parken am Klinikum Bremen-Ost bald kostenpflichtig

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Das Klinikum Bremen-Ost war das einzige Haus im Klinikverbund Gesundheit Nord, an dem Autofahrer kostenlos parken konnten. Das ändert sich jetzt. Ab Oktober müssen Patienten, Besucher und Mitarbeiter fürs Parken zahlen.

Im Oktober startet die sogenannte Parkraumbewirtschaftung am Klinikum Bremen-Ost. Das heißt: Auf allen Parkflächen des Klinikgeländes muss dann gezahlt werden. Das sei nun einmal der Standard, sagt Stefanie Beckröge, Sprecherin des Klinikverbundes Gesundheit Nord. Die anderen Kliniken würden schließlich ebenso verfahren.

Darüber hinaus hätten die Besucher und Mitarbeiter ohnehin oftmals gar keinen Parkplatz am Klinikum-Ost gefunden. Viele Plätze seien nämlich von Fremdparkern genutzt worden. Nicht selten seien zudem wichtige Zufahrten und Rettungswege zugeparkt gewesen. „Der Direktion war die Zahl der Fremdparker auf dem Klinikgelände am Ende zu viel geworden. Damit soll nun Schluss sein“, erklärt Beckröge.

„Ich persönlich finde diese Entwicklung nicht gut“

Das Gelände dürfen künftig nur noch berechtigte Fahrzeuge befahren. Die Parkplätze werden über beschrankte Zufahrten zugänglich gemacht, an denen ein Ticket am Automaten gezogen werden muss. Ausnahmen wurden für ehrenamtliche Helfer, Auszubildende, Schüler und Praktikanten gemacht. Sie können den Parkplatz am Oewerweg kostenfrei nutzen.

Die regulären Mitarbeiter aber müssen zahlen. Für diese wird es Parkkarten geben, bei denen reduzierte Parkbeträge am Ende des Monats vom Gehalt abgezogen werden.

„Ich persönlich finde diese Entwicklung nicht gut. Ein Standortvorteil für das Klinikum Bremen-Ost war eben, dass es hier bislang keine Parkgebühren für Mitarbeiter und Angehörige von Patienten gab“, sagt Markus Rohdenburg, Betriebsratsvorsitzender des Klinikums Bremen-Ost.

„Der einzige Vorteil, den wir darin sehen, ist, dass wir in einer Betriebsvereinbarung festlegen konnten, dass die Parkbeträge für die Mitarbeiter je nach Gehaltseinkommen abrechnet werden. Eine Reinigungskraft kann natürlich nicht so viel zahlen wie ein Chefarzt.“

Parkdruck in der Umgebung bereits jetzt sehr groß

Die Bewirtschaftung am Klinikum hat die Brepark übernommen.  Das Klinikum erhoffe sich durch die Maßnahme auch Mehreinnahmen, die dem gesamten Krankenhaus zu Gute kommen sollen –  zum Beispiel auch der Instandhaltung der Parkplätze, so Beckröge.

In Osterholz blickt man dem Vorhaben mit gemischten Gefühlen entgegen. Nachvollziehbare Gründe sieht Ortsamtsleiter Ulrich Schlüter in der Reduzierung des „wilden Parkens“ auf dem Klinik-Gelände. „Allerdings kann man nur hoffen, dass die Mitarbeiter und Besucher auch den kostenpflichtigen Parkplatz nutzen und nicht in den umliegenden Seitenstraßen parken“, sagt er.

Der Parkdruck sei in der Umgebung ohnehin bereits jetzt sehr groß. „Es bleibt abzuwarten, wie sich das entwickelt, ob und wie man gegebenenfalls gegensteuern muss.“

Dass sich die Parksituation rund um das Klinikum verändert, ist wahrscheinlich. „Generell kann man davon ausgehen, dass die Leute, wenn irgendwo eine Parkraumbewirtschaftung gestartet wird, zunächst einmal nach Ausweichmöglichkeiten suchen, wo man nicht fürs Parken zahlen muss“, erläutert Nils Linge, ADAC-Sprecher.

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