Imkerin auf dem Bienenlehrpfad in der Graft. Kein Bienenlehrpfad ohne Bienen: Zu den Anschauungsobjekten in dem Garten in der Graft zählen auch mehrere bewirtschaftete Beuten. Fotos: Konczak
Bürgerparkverein

Bienenlehrpfad in der Delmenhorster Graft eröffnet

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In Delmenhorst soll sich künftig niemand mehr herausreden können, dass er nicht wüsste, wie das mit den Bienen und den Blumen funktioniert. In der Graft kann man dank des Bürgerparkvereins aber noch viel mehr lernen.

Um den Nektar für ein Glas Honig zu sammeln, müssen Bienen 240.000 Kilometer fliegen. Das entspricht sechs Umrundungen der Erde. Das erklärte Imker Uwe Roselieb den Schülerinnen und Schülern der Klasse 3A von der Grundschule Am Grünen Kamp. Sie waren am Dienstag die ersten Gäste des neuen Bienenlehrpfades in der Graft.

„Wir möchten unseren Delmenhorstern, aber besonders den Kindern das Leben der Natur und unsere Graft näher bringen“, sagte Dr. Klaus Bohnemann, Präsident des Bürgerparkvereins „Unsere Graft“ e.V. in seiner Begrüßungsrede. „Die Bedeutung der Bienen für das Leben auf der Erde kann nicht oft genug gewürdigt werden“, meint er.

Blick in einen Bienenstock

Der Verein hat mit Hilfe des Rotary Clubs und anonymer Spender den Bienenlehrpfad in einem ehemaligen Kleingarten zwischen Innen- und Außengraft angelegt. Auf großen Schildern erfahren die Besucher viel Wissenswertes über das Leben und die Arbeit der nützlichen Insekten und können sogar einen Blick in einen Bienenstock werfen.

Die Idee zu dem Projekt entstand vor etwa zwei Jahren, als das Haus Coburg nach einem Außenstandort für die Ausstellung „Wind zog auf“ suchte und in der Graft fand. „Roseliebs Beuten“ (so der damalige Titel) ermutigten den Vorstand des Bürgerparkvereins, den Lehrpfad zu realisieren.

Mehr Arbeit als angenommen

„Das war mehr Arbeit als angenommen“, blickte Bohnemann zurück. Doch der Aufwand hat sich ganz offensichtlich gelohnt, wie viele neugierige Blicke der Eröffnungsgäste zeigten.

Der Bienenlehrpfad ist nicht der einzige Ort, an dem der Bürgerparkverein in der Graft Wissen über die Natur vermittelt. Nach und nach werden immer mehr Bäume mit Schildern ausgestattet, auf denen neben dem gebräuchlichen und dem botanischen Namen auch ein QR-Code aufgedruckt ist. Wer diesen mit seinem Smartphone scannt, bekommt über das Internet Angaben zu Herkunft und Wachstum der Pflanzen.

Der Bienenlehrpfad befindet sich am Graftring in der Nähe der Streuobstwiese. Vom Graftwerk aus geht man nach der Brücke zur Burginsel entweder rechts oder links herum.
Öffnungszeiten (Mai bis August): Sonntags von 10 bis 13 und von 15 bis 18 Uhr. Schulen und Gruppen können Termine vereinbaren. Infos: www.unsere-graft.de

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