Vor der Weser-Überquerung wird der Schneider gewogen. Foto: Barth Vor der Weser-Überquerung wird der Schneider gewogen. Foto: Barth
Tradition

Eiswette: Ob die Weser „geiht“ oder „steiht“

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„Geiht“ oder „steiht“ steht die Weser am 6. Januar? Beim traditionellen Eiswettritual sind der Schneider, die Heiligen Drei Könige und das Eiswett-Präsidium dieser Frage zum 189. Mal auf den Grund gegangen.

„We will make this Eiswette great again“ – verkündete das Eiswett-Präsidium.

Eine Spitze gegen den US-Präsidenten Donald Trump und ein völlig unnötiges Vorhaben. Denn noch heute ist das Schauspiel sehr beliebt bei den Bremern.

Hasch rauchen als Pflichtübung

Selbst wenn die Weser schon seit Jahrzenhnten nicht mehr zugefroren ist, wird jedes Jahr am 6. Januar geprüft, ob die Weser „geiht“ oder „steiht“.

Auch beim 189. Mal haben sich wieder Hunderte Zuschauer am Osterdeich versammelt, um mitzuerleben, wie der Schneider, die Heiligen Drei Könige und das Eiswett-Präsidium prüfen, ob die Fluss zugefroren ist und dabei über Politik lästern.

Die bremische könne man ohnehin nur bekifft aushalten, weshalb Hasch rauchen in der Hansestadt verpflichtend sein sollte, so ein Vorschlag des Schneiders.

„Feinstaubfrei, Bremer Radler sind dabei“

Musikalische Seitehiebe brachten die Heiligen Drei Könige zum Besten. Helene Fischers „Atemlos“ dichteten die Majestäten um zu „Abgaslos, durch die Nacht, abgaslos, feinstaubfrei, Bremer Radler sind dabei“.

Aus Dj Ötzis „Ein Stern“ wurde „Ein Stern, der keinen Namen trägt, alle Zeiten überlebt, auch wenn‘s da immer wieder kracht“.

Geprüft wurde anschließend auch noch. Nur wenn der Schneider mit glühendem Bügeleisen in der Hand und trockenen Fußes ans andere Ufer gelangt, „steiht“ die Weser. Tat sie nicht.

So überquerte der Schneider das Gewässer mit einem Boot des Seenotkreuzers „Eugen“.

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