Kaum auf der Welt, startet bald die Datenübermittlung. Foto: Wikimedia/ Evan-Amons
Metropolregion

E-Geburten in Bremen: kleine Datenpakete

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Bremen bereitet die elektronische Geburt vor. Noch verhindert der Bund sie. Doch das soll sich bald ändern. Die gesamte Metropolregion Nordwest wartet darauf und will dem Bremer Beispiel folgen.

Spätestens im nächsten Jahr soll es soweit sein, vielleicht noch im Laufe dieses Jahres: Dann wird Bremen die erste elektronische Geburt erleben. Bisher läuft eine Geburt so ab: Kaum ist das Kind auf die Welt gekommen, beantragt das Krankenhaus eine Geburtsurkunde und liefert dafür alle notwendigen Daten und Namen. Dann müssen die Eltern einen Antrag für das Kindergeld ausfüllen und dann einen Antrag für das Elterngeld. Das soll sich ändern.

„Wenn die Geburtsurkunde beantragt wird, können die Daten für weitere behördliche Vorgänge wie die Bearbeitung von Kinder- und Elterngeld genutzt werden“, sagt Bremens Bürgermeister Carsten Sieling. „Die Weitergabe der Daten erfolgt natürlich nur mit dem Einverständnis der Eltern.“

Aber die Bewilligung wird dann erheblich beschleunigt. Die Eltern erhalten schneller ihre Bescheide. Noch verhindern Bundesgesetzes die elektronische Geburt. Doch die entsprechenden Vorschriften will die neue Bundesregierung möglichst schnell ändern. So viel steht jetzt schon fest.

Eine halbe Million Euro zur Förderung

Die in der Metropolregion Nordwest vertretenen Kommunen wollen von den Erfahrungen der Bremer profitieren und das Verfahren der elektronischen Geburt übernehmen. Diese Übernahme fördert die Metropolregion mit 130.000 Euro.

Insgesamt ist das Projekt mit 228.000 Euro veranschlagt. Die elektronische Geburt ist nur eines von fünf Projekten, das die Metropolregion jetzt fördert. Alle Projekte zusammen kosten rund 800.000 Euro, die Förderung beläuft sich auf rund 521.000 Euro.

Selbstfahrender Traktor

So will die Metropolregion die Entwicklung elektronische Fahrzeuge vorantreiben sowie das autonome Fahren. Auf dem Programm steht auch die weitere Digitalisierung der Landwirtschaft. Auch hier steht das autonome Fahren von Fahrzeugen obenan, allerdings auf den Feldern.

Außerdem sollen Daten von Wetter, Pflanzen und Tieren gesammelt und optimal ausgewertet werden, um den Bauern und Nahrungsmittelherstellern die Arbeit zu erleichtern. Vorgesehen ist ferner die Förderung der Teambildung mit Arbeitskräften aus unterschiedlichen Nationen im Gesundheitsbereicht, der Pflegebranche und der Gastronomie. Und das Internetprogramm zur regionalen Raumordnung soll neu aufgestellt werden. 

Kostenlose Impulsfilme

„Nordwesten. Weiterdenken“ lautet das Motto der Metropolregion. Kurze Filme sollen auf sie aufmerksam machen. „Fachkräfte sind da, aber wir müssen sie hier halten“, sagt Landrat Jörg Bensberg, Vorsitzender der Metropolregion.

„Und wir haben junge Menschen, aber wir müssen deren Interesse für die Berufe in der Region wecken.“ Dafür hat der Verbund der Kommunen kurzen „Impulsfilme“ produzieren lassen. Sie sind im Internet abrufbar: facebook.com/metropolregionnordwest

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