Straftaten insgesamt in der Abteilung Mitte/Süd im Fünf-Jahres-Vergleich. Grafik: WR
Kriminalstatistik

Mehr Körperverletzungen in der Innenstadt

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Im Bereich Innenstadt und Steintor nahmen die Fälle von Körperverletzung zu. Die restliche Gesamtzahl an Delikten sank aber, etwa bei Einbrüchen. Dennoch sind einige Stadtteile von diesen mehr bedroht als andere.

Von Rike Füller und Mirja Mader

Die polizeiliche Kriminalstatistik für das Jahr 2017 in der Abteilung Mitte/Süd zeigt im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang der Straftaten insgesamt um 15 Prozent. So wurden 25.677 Straftaten registriert, rund 4.800 Fälle weniger als 2016.

Dabei verzeichneten die Reviere Steintor und Innenstadt sowie der Einsatzdienst Mitte im vergangenen Jahr 15.081 Straftaten, ein Jahr zuvor waren es noch 16.853.

Der Straßenraub ist laut Kriminalstatistik im Fünf-Jahres-Vergleich rückläufig. Dieser Wert ist gleichzeitig auch der niedrigste innerhalb der angegebenen Zeitspanne. Im Bereich Innenstadt und Steintor ging er 2017 um zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurück auf 113 Taten im Bereich des Reviers Innenstadt und 59 im Steintor.

Taschendiebstähle sanken in diesem Zeitraum im Zuständigkeitsbereich der beiden Reviere um 9,7 Prozent.

Sicherere Häuser, weniger geglückte Einbrüche

Einer der Aufgabenschwerpunkte für die Polizei war 2017 erneut der Wohnungseinbruchsdiebstahl. Axel Schröder, Leiter des Einsatzdienstes Süd: „Die Thematik ist in den Fokus der Polizei gerückt und wir haben viel Zeit und Menschen investiert“.

Andreas Falkenstern, Kommissariatsleiter, ergänzt: „Da bei Einbrüchen häufig von reisenden Tätern auszugehen ist haben wir mit der Polizeidirektion Oldenburg eine gemeinsame Ermittlungsgruppe (GEBO) gegründet. Durch ein gutes Netzwerk bekommen wir so möglichst früh Informationen über Täter.“

Auch durch eine bessere Sicherung der Häuser und Wohnungen seien weniger vollendete Taten in allen Bereichen der Abteilung Mitte/Süd verzeichnet worden. So zeigt sich im Steintor und in der Innenstadt ein Rückgang um 23 Prozent zum Vorjahr (Revier Innenstadt insgesamt 65 Taten, Revier Steintor insgesamt 66 Taten im Jahr 2017).

Polizei setzt auf Aufklärung

Allerdings liegen Horn und Oberneuland bei den Wohnungseinbruchsdiebstählen bremenweit vorn. Waren es 2016 noch 829 Fälle, ist für das Jahr 2017 ein Anstieg um 39 Taten auf 868 zu verzeichnen.

Für die gesamte Abteilung Mitte/Süd sei ein Anstieg der Versuchstaten um 43,7 Prozent ermittelt worden. Die Polizei setzt auch in diesem Bereich weiterhin auf Prävention und Aufklärung. Schröder appelliert in diesem Zusammenhang erneut: „Rufen Sie die Polizei, wenn sie irgendetwas Auffälliges sehen.“

Mehr Körperverletzung 

Ein deutlicher Rückgang um 46,7 Prozent lässt sich für den Zuständigkeitsbereich der Reviere Mitte und Steintor bei den Einbruchsdiebstählen in und aus Kraftfahrzeugen erkennen. Auch dabei wurde 2017 mit 406 (2016: 915) Taten im Bereich Innenstadt und 272 (2016: 345) Taten im Steintor der niedrigste Wert der vergangenen fünf Jahre erreicht.

Auch Fahrräder wurden 2017 seltener gestohlen: Im Bereich Mitte sank die Zahl um 23 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wobei das Revier Innenstadt 685 Taten und das Revier Steintor 373 Taten meldete.

Eine Zunahme innerhalb der Kriminalstatistik ist einzig im Bereich der Körperverletzungsdelikte festzustellen. Besonders deutlich ist dies am Brennpunkt Diskomeile inklusive des Bahnhofsumfelds und, daran anschließend, im Viertel festzustellen. Dort gab es eine Gesamtsteigerung von 9,4 Prozent im Vorjahresvergleich (Innenstadt 1.609 Taten, Steintor 413 Taten).

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