Bürgermeister Torsten Rohde besuchte die Tierauffangstation in Bargten und dankte Vorstand sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, darunter Peter Voßkühler, Anne Wengoborski, Waltraud Schäfer, Nora Khalil, Ursula Loyd, Uschi Thiel-Schenk und Peter Ziebell (v.l.) für ihre Arbeit. Foto: Möller Bürgermeister Torsten Rohde besuchte die Tierauffangstation in Bargten und dankte Vorstand sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, darunter Peter Voßkühler, Anne Wengoborski, Waltraud Schäfer, Nora Khalil, Ursula Loyd, Uschi Thiel-Schenk und Peter Ziebell (v.l.) für ihre Arbeit. Foto: Möller
Osterholz-Scharmbeck

Tierfreunde sind auch Weihnachten für die Katzen da

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Seit rund zehn Jahren betreut der Verein Tiere in Not die Tierauffangstation in Bargten und ist Vertragspartner zur Aufnahme von Fundtieren der Stadt Osterholz-Scharmbeck. Im Tierheim wird auch Weihnachten gearbeitet.

„Unser Wunsch wäre ein geräumiges Gehege für Hunde“, sagt Nora Khalil. Und Wünsche dürfen zu Weihnachten geäußert werden, zumal wenn der oberste Auftraggeber vorbeischaut, befand die Leiterin der Tierauffangstation in Bargten. Dort empfing sie kürzlich Bürgermeister Torsten Rohde.

Für die Stadt übernimmt der Verein Tiere in Not die Unterbringung aufgefundener Streuner. Noch als zuständiger Dezernent fürs Ordnungswesen hatte sich Rohde vor zehn Jahren in der Region nach Unterbringungsmöglichkeiten für Fundtiere umgesehen. „Dieses Tierheim garantiert wirklich eine gute und qualitätvolle Arbeit“, so der heutige Verwaltungschef, der sich froh zeigte, die eigentlich städtische Aufgabe in den Händen des Teams um Nora Khalil gut aufgehoben zu wissen.

„Tiere gehören nicht auf den Gabentisch“

Auch während der Feiertage sind die Tierschützer auf Achse. Zwar ist das Haus für Besucher geschlossen, „Tiere sind auch keine Geschenke, die unter den Christbaum gehören würden“, betont Peter Ziebell vom Vorstand des Vereins Tiere in Not. Aber die Betreuung ihrer befellten Schützlinge kennt natürlich keine Pause. „Die Katzen bekommen heute ein kleines Festessen“, schmunzelt Nora Khalil. Es wurden zu Weihnachten auch Geschenke abgegeben, so bekommen die Samtpfoten noch ein paar Spielsachen und natürlich ungeteilte Aufmerksamkeit.

44 Katzen befinden sich aktuell im Garlstedter Kirchweg 38. Man ist froh, dass noch vor dem Winter die Quarantänestation fertiggestellt werden konnte. Und ein wenig stolz auf eine gute Vermittlungsquote: „Insgesamt haben wir dieses Jahr 101 neue Tiere aufgenommen, 33 weitere waren noch aus den Vorjahren da“, bilanziert Nora Khalil. Darunter waren
14 Hunde, sieben gingen an neue Besitzer, sieben weitere waren wohl nur kurzfristig abgehauen und kamen schnell zu ihren Haltern zurück.
‚Wir hatten dieses Jahr auch einmal zwei Kaninchen“, so Khalil. Und insgesamt 84 Katzen, davon waren 47 noch im Babyalter.

Katzen werden geimpft und kastriert weitergegeben

75 Katzen wurden an neue Halter vermittelt, „natürlich geimpft und kastriert“, sagt Khalil. Wobei für eine Operation zu junge Katzen noch ohne Kastration abgegeben werden, aber mit einem Gutschein für den entsprechenden Tierarztbesuch. Für 22 Katzen konnten die Kosten für die Behandlung durch zwei vom Land Niedersachsen unterstütze Aktionen zur Kastration von wildlebenden Katzen abgerechnet werden.

Im Tierasyl arbeiten gegenwärtig Ehrenamtliche, Abgesandte der Pro Arbeit, Mitarbeiterinnen als geringfügig Beschäftigte und ab und an jemand, der von der Gerichtshilfe verdonnert wird.
Dieses Jahr wurden wieder viele Katzen abgegeben, die trächtig waren. „Einmal wurden uns auch zwei Katzen im Korb einfach vor das Tor gestellt“, erzählt Nora Khalil, darüber noch leicht verärgert.

Wer sich in der Tierauffangstation nach einem vierbeinigen Hausgenossen umschauen möchte, kann ab morgen wieder täglich zwischen 17 und 19 Uhr vorbeikommen. Silvester und Neujahr bleibt das Tierheim wieder geschlossen. „Wegen der ganzen Knallerei sind die Tiere dann ohnehin bei uns am besten aufgehoben“, meint Peter Ziebell. Vor einer Vermittlung von Tieren aus der Tierauffangstation überzeugen sich Mitarbeiter vom guten künftigen Zuhause. „Einer Katze sollte neben viel Zeit und Zuneigung auch ausreichend Platz, zumindestens ein gut vergitterter Balkon, geboten werden“, so Nora Khalil.

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