Architekt Ernst Becker-Sassenhof hat dieses Gebäude entworfen: Das einstige Vereinshaus des Vegesacker Rudervereins. Heute steht es unter Denkmalschutz. Beim Tag des offenen Denkmals können Interessierte bei einem Rundgang mehr über den Bau erfahren. Foto: Harm
Tag des Denkmals

Auf den Spuren alter Gebäude

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Mehr als zehn Denkmäler im Bremer Norden sind am Tag des offenen Denkmals am 8. September geöffnet.

Der Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 8. September, ist für Bremen-Nord in diesem Jahr besonders – findet doch die offizielle Eröffnungsveranstaltung für Bremen erstmals auf dem Gelände der einstigen Bremer Wollkämmerei (BWK), genauer in der ehemaligen Kaufmännischen Verwaltung, statt.

Die Feier beginnt um 11 Uhr mit Grußworten von Hansea Sana-Geschäftsführerin Yvonne Riegel, Ortsamtsleiter Peter Nowack, dem Senator für Kultur und Landeskonservator Georg Skalecki. Auch danach geht es auf dem Gelände weiter: Das historische „Kraftwerk I“ und die einstige Kesselhalle sind nur einige der Gebäude, in die Besucher den Tag über bei Führungen Einblicke bekommen.

Kubisch und schnörkellos

Der diesjährige Tag des offenen Denkmals steht unter dem Motto „Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur“. Darauf basiert auch der Rundgang, den Jörn Tore Schaper vom Bremer Zentrum für Baukultur anbietet. „In Bremen gibt es nur wenige Beispiele für die klassische Moderne der 20er Jahre. Das Vereinshaus des Vegesacker Rudervereins ist von diesen wenigen noch das am besten erhaltene“, sagt Schaper.

Das Gebäude an der Vegesacker Weserpromenade ist 1927 fertiggestellt worden. „Es hat eine sehr klare Bauweise, ist kubisch und hat wenig Schnörkel“, erklärt er. Entworfen wurde das Haus von Ernst Becker-Sassenhof (1900-1968). Der Architekt ist Dreh- und Angelpunkt des Rundgangs, den Schaper am Sonntag um 15 Uhr anbietet (Treffpunkt: Vegesacker Weserpromenade 2). Dabei soll es nicht nur um das Wirken des Architekten in den 20er Jahren gehen, sondern auch um weitere seiner Gebäude in Vegesack aus folgenden Jahrzehnten.

Hohehorst-Archiv geöffnet

In Vegesack sind darüber hinaus das Logenhaus (Weserstraße 7), das Alte Packhaus (Alte Hafenstraße 30), der Thiele-Speicher (Alte Hafenstraße 44) und das Schloss Schönebeck (Im Dorfe 5) geöffnet. Auch die „Schulschiff Deutschland“ und der Seenotrettungs-Versuchskreuzer „Bremen“ können besichtigt werden. In Lesum können Neugierige mehr über die mittelalterliche Kirche St. Martini (An der Lesumer Kirche) erfahren.

Noch mehr offene Denkmäler

In Blumenthal werden auf der Burg Blomendal (Auestraße 9) Führungen angeboten. Zudem gibt es mehr über den Friedhof und die Kirche der ev.-reformierten Gemeinde Blumenthal zu erfahren.Auch in den umliegenden Gemeinden sind Denkmäler geöffnet. Im Hohehorst-Archiv in Löhnhorst gibt es mehr über die Geschichte des Anwesens aus dem Besitz der Bremer Familien-Dynastie Lahusen mit dem Weltkonzern Nordwolle zu erfahren. Das Archiv, Hauptstraße 1, ist von 11 bis 18 Uhr geöffnet.

Alle Termine und eine Übersicht über die geöffneten Denkmäler in Bremen gibt es auf der Homepage des Landesamts für Denkmalpflege.

Der Tag des offenen Denkmals wird auch in Bremen-Stadt angeboten.

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