Im vergangenen Jahr konnte die Einschulung noch groß gefeiert werden. In diesem Jahr werden die ABC-Schützen nur von ihren Eltern begleitet.Foto: Meister
ABC-Schützen

Schulanfang mit Einschränkung

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Wie in diesem Jahr die Einschulungen in Bremer Grundschulen ablaufen und wer alles dabei sein darf.

In diesem Jahr läuft alles anders ab– auch die Einschulung. Eigentlich ein Ereignis, auf das sich Erstklässler, Eltern und Lehrer besonders freuen, wird dieses Jahr viel kleiner ausfallen. „Schulen tragen eine deutlich höhere Verantwortung als Privatpersonen, deshalb wurde ein Konzept entwickelt, das trotz der Ausnahmesituation in diesem Jahr eine wertschätzende Begrüßung der Erstklässler ermöglicht und gleichzeitig ein hohes Maß an Schutz gewährleisten soll“, sagt Stephanie Dehne von der Bremer Bildungsbehörde.

Deswegen dürfen Geschwister, Großeltern oder weitere Verwandte und Freunde nicht an der Feier teilnehmen. „Bei drei Klassen, die eingeschult werden, müssen rund 80 Kinder plus jeweils zwei Erwachsene, also 240 Menschen plus Kollegium Platz haben“, rechnet Dehne vor. Mit eingeplanten Abständen bedeute dies eine Menge Platz.

Nicht genügend Platz

Die meisten Grundschulen haben nur kleine Aulen oder Sporthallen und können so nicht genügend Platz schaffen, um für alle Klassen eine gemeinsame Feier zu organisieren. Dann soll es für jede einzelne Klasse eine Veranstaltung geben, zwischen denen ein ausreichend großer Zeitraum eingeplant werden soll, damit sich die Gruppen nicht treffen. „Wenn das Wetter es zulässt, kann die Einschulungsfeier auch draußen stattfinden. Dann haben die Schulen mehr Möglichkeiten, die Feier unter Corona-Bedingungen durchzuführen“, sagt Dehne.

Jährlich werden im Land Bremen 5.000 bis 6.000 Kinder eingeschult. Für Elke Suhr, Landessprecherin der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), ist es am wichtigsten, dass die geltenden Corona-Regelungen eingehalten werden, um das Infektionsrisiko so gering wie möglich zu halten: „Die Einschulung kann auch im kleinen Rahmen schön organisiert werden.“ Suhr hat den Eindruck, dass die Einschulungsfeier sowieso eher für die Gäste als für die Kinder ausgerichtet wird: „Ich habe als Grundschullehrerin das Gefühl, dass die Kinder fast überfordert sind mit dem großen Aufwand. Ich glaube, dass ein kleinerer Rahmen und die Rückbesinnung auf das Wesentliche der Einschulung gut tut.“

Private Feier möglich

Für Suhr sollte die Einschulung kein Wettbewerb der Grundschulen sein, wer die schönste Feier ausrichtet. „Es ist wichtig, dass die Kinder einen schönen Tag erleben. Und mit ihren Geschwistern und Großeltern können sie auch nach der Einschulung im privaten Rahmen unter Einhaltung der Corona-Regelungen feiern.“

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