Seit Anfang des Jahres konnte BUND in Bremen bereits über 430 Mobiltelefone einsammeln. Foto: BUND
WESER REPORT & BUND

Wertvolle Rohstoffe im Handy erhalten

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Ausgediente Handys und Smartphones können an Sammelstellen abgegeben und wieder verwertet werden.

Für die meisten von uns ist es zum ständigen Begleiter in allen Lebenslagen geworden: das Mobiltelefon. „Die Funktionen scheinen mittlerweile fast unbegrenzt, und die Leistungsfähigkeit der Geräte nimmt stetig zu“, sagt Katharina Müller vom BUND Bremen. „Kein Wunder also, dass viele Menschen regelmäßig ihr vermeintlich altes Handy gegen ein neueres Modell tauschen.“ Aber was passiert mit dem ausgediente Gerät?

Allein im Land Bremen schlummern Schätzungen der Deutschen Umwelthilfe zufolge über eine Million Handys in den Schubladen. Die Rohstoffe darin sind wertvoll und das Beste: Sie lassen sich wiederverwerten. Gold, Silber und Kupfer, aber auch Seltene Erden und Kunststoffe können zum Großteil recycelt werden.

Das Ziel verfolgt auch das Unternehmen Mobile Box. Gegründet von einem ehemaligen Freiwilligen des BUND Köln, sammelt die Mobile Box ausgediente oder ausgemistete Handys.

Handy wird aufbereitet oder recycelt

Auch in Bremen gibt es viele Sammelstellen wie etwa bei der Geschäftsstelle des BUND Landesverband Bremen (Am Dobben 44). Die Handys können dort unkompliziert abgegeben werden. Wichtig ist, vorher alle SIM- und Speicherkarten zu entfernen und das Telefon auf die Werkeinstellungen zurückzusetzen.

Ist eine Sammelbox voll, werden die Geräte an die Mobile Box gesendet. Sofern ein Handy noch intakt und brauchbar ist, wird es aufbereitet und innerhalb von Europa weiterverkauft. Bei allen anderen werden die Rohstoffe recycelt.

Mobiltelefone so lange wie möglich nutzen

Für jedes eingesendete Handy erhalten die Sammelpartner eine kleine Spende. Beim BUND Bremen werden diese an die BUND Jugend weitergegeben, die damit bereits ein Fairphone für ihre Arbeit finanzieren konnte.

Seit Anfang 2020 hat allein der BUND Bremen über 430 Mobiltelefone gesammelt. Müller betont: „Am effizientesten werden Ressourcen jedoch immer noch geschont, indem ein Mobiltelefon solange wie möglich genutzt und erst am Ende seiner Lebensdauer, also wenn es wirklich nicht mehr funktionsfähig ist, recycelt wird.“

Weitere Infos zum Thema gibt es unter bund-bremen.net im Netz.


Die Expertin

Katharina Müller vom Bremer BUND

Foto: Wingrat

 

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