Bei Bürgerschaftspräsident Frank Imhoff werden vor dem eigentlichen Fest zunächst die Tiere auf dem Hof versorgt. Foto: Tristan Vankann
Feiertage genießen

Unter Bremer Bäumen

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Wie Prominente in der Hansestadt im Corona-Jahr Weihnachten feiern möchten.

Die Tanzsportler Roberto und Uta Albanese freuen sich auf ein ruhiges Weihnachtsfest. „Wir haben normalerweise das ganze Jahr Action und feiern deshalb immer im kleinen Familienkreis und genießen die Ruhe“, verrät Roberto Albanese.

Klein aber fein geht es auch bei Bürgerschaftspräsident Frank Imhoff zu. Zuerst sind bei Imhoffs aber die Tiere an der Reihe. Die ganze Familie hilft im Stall mit. Danach erst folgen Festessen und Bescherung. Was an Weihnachten auf den Tisch kommt, diskutiert die ganze Familie, damit auch wirklich für jeden etwas dabei ist. In diesem Jahr entschied sie sich für Spargelcremesuppe, Rinderbraten mit Gemüse und Kartoffeln sowie Schokoladenpudding mit Sahne. Die Corona-Beschränkungen treffen Familie Imhoff kaum, denn sie feiert immer nur mit der engsten Familie. Kinder und Großmutter leben mit auf dem Hof, verrät Frank Imhoff. Das große Familienfest am zweiten Weihnachtstag muss allerdings ausfallen.

Moderator Jens-Uwe Krause lässt das Festessen liefern.
Foto: Matthias Hornung

Erster Baum für Flo Mega

Musiker und Sänger Flo Mega feiert in diesem Jahr Premiere: Zum ersten Mal hat er einen Weihnachtsbaum gekauft. An Heiligabend besucht ihn sein Sohn, gemeinsam genießen sie dann Gulasch. Radiomoderator Jens-Uwe Krause mischt 2020 alte Traditionen mit moderner Technik: Mit Frau und Kind bleibt er in Bremen im engsten Kreis, der Rest der Familie wird per FaceTime zugeschaltet. „So kann ich sie, wenn sie sich beim Oh Tannenbaum im Ton vergreifen, einfach stummschalten“, sagt Krause. Auch für das Festmahl gibt es schon einen Plan: Gans mit Rotkohl, Rosenkohl und Klößen. Allerdings: Ins Hause Krause wird geliefert. „Einerseits um die eh schon gebeutelte Gastronomie zu unterstützen, andererseits um zu vermeiden, dass einer von uns den Heiligabend verschwitzt in der Küche verbringen muss“, erklärt Krause.

Bürgermeister Andreas Bovenschulte musste seine Pläne für Heiligabend ändern: Die große Feier bei seinen Eltern kann in diesem Jahr nicht stattfinden. „Wir feiern alleine, zu Hause“, sagt Bovenschulte. Serviert wird traditionell eine Gans. Die Geschenke werden dann ausgewürfelt: Wer eine Sechs hat darf eines auspacken und raten, für wen es ist. Er werde seine Eltern dann später zum Kaffee besuchen, alleine und mit viel Abstand oder sogar auf der Terrasse.

Feiern in der Heimat

Auch für bekannte Bremer Sportler, die inzwischen in der Fremde trainieren, gilt: Zu Hause ist es an Weihnachten doch am schönsten. Doppelschwimmweltmeister Florian Wellbrock besucht seine Eltern Anja und Bernd und bringt aus seiner Wahlheimat Magdeburg seine frisch Verlobte Sarah Köhler mit, auch eine Weltmeisterin. Aufgrund es immensen Trainings- und Wettkampfpensums sehen sich die Wellbrocks nur vier, fünf Mal im Jahr. Da passt es perfekt, dass es an Heiligabend traditionell Fondue gibt. Da hat man viel Zeit, sich eine Menge zu erzählen, bevor das deutsche Schwimm-Traumpaar schon am 26. Dezember wieder zur nächsten Trainingseinheit in Magdeburg zurückerwartet wird.

Emma Davidsmeyer, Hockey-Nationalspielerin beim Hamburger Club an der Alster, besucht zu Weihnachten ihre Eltern in Oberneuland und hat sich schon mal vorsorglich in häusliche Quarantäne begeben. Denn an Heiligabend will die kleine Familie die Oma im Emsland besuchen. „Und sie kocht sooo gut, das ist der Hammer“, erzählt die 21-Jährige, die insgeheim auf Ente als Festessen spekuliert. „Aber alles was sie kocht ist so lecker, dass ich aufpassen muss, dass ich mich nicht überfresse“, lacht die Nationalspielerin.

Radsportlegende Hans-Peter Jakst will ein paar alte Platten auflegen. Foto: Schlie

Neuen Plattenspieler einweihen

Bremens Radsportlegende Hans-Peter Jakst verbringt Heiligabend zusammen mit seiner Frau Andrea und Sohn Dennis. In diesem Jahr wird es Kaninchenschenkel geben. Außerdem will die Familie den neuen Plattenspieler gebührend einweihen und den einen oder anderen Vinyl-Klassiker aus der LP-Sammlung (Ältere wissen, dass dies der Vorläufer der CD ist) auflegen.
Normalerweise wäre auch Jaksts Mutter mit von der Partie, aufgrund der Corona-Pandemie möchte sie allerdings „mit Abstand“ den Abend verbringen. „Natürlich ist das schade, aber selbstverständlich akzeptieren wir ihre Entscheidung“, sagt der frühere Tour-de-France- und Giro-d’Italia-Teilnehmer.

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