Die Gastschülerinnen haben neben wichtigen Erfahrungen an ihren Praktikumsstellen auch Zeit gehabt, die Umgebung kennenzulernen. Untergebracht waren sie während ihres Aufenthalts in der Jugendherberge Worpswede. Im Begleitprogramm wurden Ausflüge nach Hamburg, Bremen und zum Allwetterbad organisiert. Die französische Praktikantin Mallory Schall (links) mit ihrem Betreuer, dem Wohnbereichsleiter Thomas Dehn (Mitte), und drei Bewohnerinnen, Elisabeth Krusch, Rosa Schüler und Hildegard Geißler. Foto: Möller Gastschülerin Mallory Schall (links) im Haus am Barkhof. Foto: Möller
Französische Schüler

Berufsschüler sammeln Erfahrungen im Ausland

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Erfahrungen in einem professionellen Umfeld zu sammeln, ist für Schüler Sinn eines Praktikums. Den Einblick ins Berufsleben mit einem Auslandsaufenthalt zu verbinden, kann den Horizont zusätzlich erweitern.

Wilhelm Windmann, Schulleiter an den Berufsbildenen Schulen Osterholz-Scharmbeck, freut sich, dass es zwischen dem Beruflichen Gymnasium seines Hauses und dem Lycée Professionnel Agricole Privé Schattenmann im französischen Bouxwiller seit fünf Jahren eine erfolgreiche Partnerschaft gibt.

Bis vorges­tern waren 13 Schülerinnen aus Frankreich zu Gast in der Kreisstadt.  Die jungen Frauen hatten über einen Zeitraum von drei Wochen Praktika in verschiedenen Einrichtungen im sozialen Bereich absolviert, in Kindergärten und einem Seniorenheim. Zum Gegenbesuch starten im Juni Schülerinnen und Schüler aus Osterholz-Scharmbeck zum Gegenbesuch ins Nachbarland. Zum Kennenlernen trafen sich die Jugendlichen sowie ihre Lehrerinnen, Corinne Beyler aus Frankreich sowie Ute Nörenberg und Ulrike Ruß von deutscher Seite zum gemeinsamen Kochen in der Lehrküche der BBS an der Bahnhofstraße.

Besondere Erfahrung: Praktikum im Ausland

„Ohne die Unterstützung durch das Deutsch-französische Jugendwerk wäre der Austausch nicht machbar“, erklärte Ute Nörenberg. Aber auch nicht ohne die Einrichtungen, die Praktikumsplätze zur Verfügung stellen.

Die Französin Mallory Schall konnte für sie wichtige Erfahrungen im „Haus am Barkhof“ sammeln. Die 17-Jährige hatte schon in ihrer Heimat Praktika in Altersheimen absolviert. Im „Haus am Barkhof“ registrierte sie, dass sich die Ausbildung der Pflegekräfte im Vergleich zu Frankreich wesentlich unterscheidet, weil linksrheinisch nur Krankenpfleger ausgebildet werden und keine speziellen Altenpflegekräfte. „Für uns ist es auch wichtig, die Wahrnehmung von außen, auch durch Praktikanten und dann noch durch ausländische Beobachter mitgeteilt zu bekommen“, sagt Swantje Renz vom „Haus am Barkhof“.

Deutsch-französisches Jugendwerk unterstützt Austausch

Der Praktikantin zur Seite stand Thomas Dehn, Wohnbereichsleiter im Senioren- und Pflegeheim. Der lobte die Mitarbeit seiner Kollegin auf Zeit. Mallory Schall wirkte in einem über 120-köpfigen Mitarbeiterteam mit, am Barkhof werden Senioren und andere Pflegebedürftige betreut, insbesondere ist man auch auf die Pflege von Menschen mit Schädel-Hirnverletzungen sowie Menschen, die einen Schlaganfall erlitten hatten, spezialisiert.

Die Praktikantin strebt nach ihrer Ausbildung eine Tätigkeit in der Altenpflege an. „Das hat mich schon immer interessiert, auch weil ich sehr gerne Zeit mit meiner Großmutter verbringe“, sagt die 17-Jährige.

Die Gastschülerinnen haben neben wichtigen Erfahrungen an ihren Praktikumsstellen auch Zeit gehabt, die Umgebung kennenzulernen. Untergebracht waren sie während ihres Aufenthalts in der Jugendherberge Worpswede. Im Begleitprogramm wurden Ausflüge nach Hamburg, Bremen und zum Allwetterbad organisiert.

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