Ab sofort ist die Grippeschutzimpfung in den Arztpraxen möglich. Foto: Bosse Kleiner Pieks mit – im Idealfall – großer Wirkung: Ab sofort ist die Grippeschutzimpfung in den Arztpraxen möglich. Foto: Bosse
Gesundheit

Osterholzer Gesundheitsamt rät zur Grippeimpfung

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Mit der kalten Jahreszeit rollt traditionell eine Grippewelle auf die Republik zu. Wer das Risiko, „flach zu liegen“, minimieren möchte, lässt sich gegen die Influenza impfen. Das Osterholzer Gesundheitsamt rät dazu.

Oftmals wird eine simple Erkältung in der Bevölkerung mit der Grippe gleichgesetzt. Und da nach drei Tagen Kratzen im Hals schließlich alles wieder im Lot scheint, ist die vermeintliche „Grippe“ ja halb so wild.

Doch wer schon einmal mit einer „echten“ Grippe, sprich der Influenza, flachgelegen hat, der wird diese etwa zwei Wochen nicht gerade in bester Erinnerung behalten. „Ganz typisch für eine Grippe ist, dass sie super-plötzlich kommt und man sich von jetzt auf gleich sehr schlecht fühlt“, erklärt Nicole Sambruno Spannhoff, Leiterin des Osterholzer Gesundheitsamts. Oft gingen starke Kopf- und Gliederschmerzen mit Fieber bis 39 Grad Celsius einher.

Impfung am besten im Oktober oder November

Dabei lässt sich mit vergleichsweise einfachen Mitteln eine ganze Menge tun, um sich und seiner Umwelt eine Grippe zu ersparen. Speziell dafür konzipiert wurde die Grippeschutzimpfung.

Die können sich nicht erkältete Menschen bei ihrem Hausarzt verabreichen lassen. „Die beste Zeit dafür ist zwischen Oktober und November“, sagt Nicole Sambruno Spannhoff.

Impfrate „noch nicht optimal“

„Der Impfschutz ist dann nach etwa zehn bis 14 Tagen gegeben.“ Doch selbst zur Jahreswende empfehle sich der kleine Pieks noch, rolle die Grippewelle doch häufig auch erst im neuen Jahr auf das Land zu.

Nicole Sambruno Spannhoff bewertet die durchschnittliche Impfrate der vergangenen Jahre als „noch nicht optimal“. So ließen sich „nur“ rund 30 Prozent der Erwachsenen und etwa 50 Prozent der Über-60-Jährigen gegen die Influenza impfen. „Eine Quote von insgesamt 75 Prozent wäre toll“, wünscht sich die Medizinerin.

Händewaschen ist das A und O

Doch auch über die Spritze beim Arzt hinaus lasse sich aktiv vorbeugen. „Händewaschen ist das A und O“, erklärt Nicole Sambruno Spannhoff. Das sollte „gründlich und mit einer Seifenlösung“ geschehen.

Zudem sollte man – nicht ausschließlich, aber besonders in der Grippezeit – in die Ellenbeuge statt in die Hand niesen. Die Gesundheitsamtsleiterin rät dazu, einen gewissen Abstand zu seinen Mitmenschen zu halten. „So kann man sich dem Flug der Bazillen entziehen.“

Erkrankte sollten zu Hause bleiben

Wen die Grippe dann trotz aller Impf- und Hygienemaßnahmen doch erwischt, der muss einige Tage das Bett hüten und sollte den Kontakt zu Familienmitgliedern während der akuten Ansteckungsphase auf das Nötigs­te beschränken. „Und Erkrankte mögen bitte zu Hause bleiben“, rät Nicole Sambruno Spannhoff.

Ebenso wie: „Lüften, Lüften, Lüften!“ Das sei übrigens auch unabhängig von einer Grippeerkrankung sehr zu empfehlen, da es die Raumluft erneuere und der Vorbeugung einer Ansteckung ebenfalls dienlich sei.

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