Der ATS Buntentor ermöglicht wieder Kinderturnen – unter besonderen Umständen.Foto: Füller Der ATS Buntentor ermöglicht wieder Kinderturnen – unter besonderen Umständen. Foto: Füller
Sportangebote

Allein in der Halle

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Wie einzelne Bremer Sportvereine ihren Mitgliedern und anderen ein Trainingsangebot machen können

Die Sportvereine setzen derzeit zwar überwiegend auf Onlinekurse und Onlinetraining. Aber auch persönliches Einzeltraining ist mitunter wieder möglich.

So bietet Bremen 1860 an, dass jeweils eine Familie alleine das Kinderbewegungszentrum (KBZ) eine begrenzte Zeit lang nutzen kann. „Eine Familie kann über unsere Homepage einen Termin buchen.

Wichtig ist, dass die Familie in einem Haushalt lebt“, erklärt Kerstin Heidmann von Bremen 1860. „Es wird sogar so gut angenommen, dass die Termine oft schon nach 20 Minuten wieder ausgebucht sind“, sagt Elizabeth Gerhard, Sprecherin von Bremen 1860.

Einzeltrainings in Sporthallen

Für 1860-Mitglieder ist auch Einzeltraining in den anderen Sportarten wieder möglich. „Es dürfen sich jeweils ein Trainer und ein Sportler in den Hallen aufhalten“, erklärt Heidmann.

Auch zwei erwachsene Sportler gemeinsam können das Angebot nutzen, dann jedoch ohne Trainer. Bremen 1860 bietet zudem Onlinetraining an – auch für Nichtmitglieder.

Kinderturnen für Familien

Beim ATS Buntentor können die Mitglieder die Hallenbereiche zu zweit oder das Kinderturnen für jeweils eine Familie pro Termin nutzen. „Die Raumvergabe ist im Moment die größte Herausforderung“, sagt der Vereinsvorsitzende Jürgen Maly.

Für die Sportler stehen Desinfektionsmittel bereit, in allen Bereichen herrscht Maskenpflicht, die Hallen werden nach jedem Training gelüftet und Geräte desinfiziert.

Da die Trainingszeiten nicht für alle Mitglieder reichen, verleiht der Verein alle Spiel- und Trainingsgeräte wochenweise an seine Mitglieder. „Dazu haben wir Filme produziert, die Übungen zeigen“, sagt Maly.

Nicht alle Vereine haben die Möglichkeit

Ein Trainingsangebot ist aber längst nicht allen Sportvereinen möglich: Schulsport- und Sportamtshallen stehen für Vereinssport nicht zur Verfügung, wie Andreas Vroom erklärt, der Präsident des Landessportbundes.

Die Aufsichten und Schließdienste seien schwer umzusetzen. „Die Vereine sind in der Haftung.“ Schon die Umsetzung eines Hygienekonzeptes sei nur schwer leistbar für die wenigen Sportler, die das Angebot überhaupt nutzen können.

Bewegung an der frischen Luft

Zudem müssten die Vereine die Kosten niedrig halten. Auch das stehe in keinem Verhältnis zu den wenigen Trainingseinheiten, die überhaupt in den Hallen genutzt werden könnten.

Vroom ruft dazu auf, sich auch ohne Hallensport zu bewegen, etwa in den Außenflächen: „Es ist dringend notwendig, sich zu bewegen. Das geht im Moment am Besten draußen.“

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